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Thomas Minstedt tritt als Präsident der Adler zurück

Liebe Vorstandskollegen,
liebe Mitglieder des Verwaltungsrats,
liebe Fans und Vereinsmitglieder,

ich werde mein Amt als Präsident der Berlin Adler aus persönlichen Gründen abgeben. Vier Jahre lang war ich im Vorstand, davon drei Jahre als Präsident, und ich will mich heute bedanken bei allen, die mir in dieser Zeit ihr Vertrauen und ihre Unterstützung geschenkt haben. Wenn ich zurückblicke, dann mit der Überzeugung, dass alles Erreichte nur im Team gelingen konnte. Wer in der O-Line steht, kann vielleicht das ein oder andere Hindernis alleine aus dem Weg räumen, aber ohne die Unterstützung seiner Mitspieler kommt er nicht zum Ziel. Ich verlasse also die Position des Präsidenten, bleibe aber im Vorstand weiter tätig und werde mich vorrangig um die Nachwuchsarbeit kümmern.

Mein Game Plan war ehrgeizig. Überlebenswichtig für unseren Verein war der Schuldenabbau, und den konnten wir in erheblichem Umfang leisten. Mindestens genauso freut es mich, dass wir unsere Mitgliederzahlen steigern konnten. Ich denke, dass die Bilanz meiner Jahre im ebenso ehren- wie anspruchsvollen Amt des Präsidenten keine schlechte ist: Wir haben gemeinsam den Weg aus der 3. Liga der Herren wieder ganz nach oben in die GFL 1 geschafft. Und wir haben die Corona-Zeiten sportlich wie wirtschaftlich überstanden. Unser Verein lebt und er geht mit Elan und Kampfgeist in die neue Saison in der GFL 1. Unser Adlerhorst, das Stade Napoleon, wurde mit seinem neuen Kunstrasen, der Tribüne und der Flutlichtanlage zu einem Trainingsgelände, um das uns verdammt viele Vereine beneiden. Stolz wie wir auf unser kleines, aber feines Stade nun mal sind, werden wir deswegen auch zwei Heimspiele der Herren dort austragen.
Wir sind also auf einem sehr guten Weg, aber wir dürfen uns nicht ausruhen, denn es gibt noch genügend Dinge zu verbessern. In der 1. Liga weht ein rauer Wind und ganz egal, wie gut gerüstet wir sind: wir müssen mit 100%igem Einsatz weitermachen.

Auf sportliche Erfolge können auch unsere anderen Mannschaften zurückblicken. Die U 19 waren zwei Mal in den Playoffs, einmal im Halbfinale und sind in diesem Jahr noch ungeschlagen. Ebenfalls ohne Niederlage sind die U 16 und die U 13. Die Bambinis und die Champions zeigen sehr gute Leistungen und sind mit Herzblut bei der Sache. Nicht zu vergessen die Cheerleaders, deren Aufbauarbeit sichtbare Früchte trägt. Ich denke, in punkto Jugendarbeit waren und sind die Adler eine der besten Adressen in Football-Deutschland.
Über die Gründe meines Abschieds will ich offen reden: Die Zeit als Präsident des Vereins waren Jahre, in denen meine Familie und meine Firma oft in den Hintergrund rücken mussten. Das kann eine ganze Weile gut gehen, aber auf Dauer eben nicht. Jedenfalls nicht, wenn man so wie ich jedes Detail und jede Aufgabe absolut ernst nimmt. Also übergebe ich mein Amt einem Mann, der über enorme Erfahrung und Erfolge in den Bereichen Sport und Wirtschaft verfügt: Er kann auf dem Erreichten aufbauen und wird, da bin ich ganz sicher, unseren Verein weiter voran bringen.
Abschließend noch ein persönliches Wort: Es waren wunderschöne Jahre, es waren anstrengende Jahre und vermutlich war auch ich selbst mit meiner sehr direkten Art anstrengend für Menschen in meiner Umgebung. Wenn ich dem einen oder der anderen auf die Füße getreten bin, dann will ich hier sagen: Es war keine böse Absicht. Es liegt mir nicht, diplomatisch sanft um Probleme herumzureden. Ich handele so, wie ich früher gespielt habe: immer den direkten Weg suchend, immer den Erfolg suchend. Ich hoffe, ihr könnt mir das Nachsehen. Einmal Adler, immer Adler!

Euer Thomas

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