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Auch Langenfeld kann die Adler nicht stoppen

Für die Berliner stand die längste Auswärtsfahrt des Jahres auf dem Programm. Das Ziel waren die Langenfeld Longhorns. Beide Teams waren noch ungeschlagen, beide Teams waren wegen der Corona Pandemie verspätet in die Saison gestartet. Die Adler zeigten aber von Beginn an, dass sie nicht nur wegen der schönen Gegend ins Rheinland gefahren waren. Mit einem schönen 46-Yards Pass auf Maurice Rothenburg (der den TD schon riechen konnte) bereitete Zach Cavanaugh seinen 1-Yard-QB-Keep zum 7:0, mustergültig vor.

Auch die Defense war vom ersten Moment an hellwach. Simon Sperner forcierte gleich im dritten Versuch einen Fumble, den sich Teamkamerad Jannic Moerder sicherte. Die Adler starteten gleich wieder in der Redzone der Longhorns. Zach Cavanaugh sagte auf seine Art „Dankeschön“ und fand den völlig freien Maurice Rothenburg in der Mitte für 11-Yard, Führung ausgebaut.

Die Longhorns zeigten sich keinesfalls geschockt. Angeführt von ihrem deutschen Quarterback Michelle Fritsche und Receiver Jay Walden näherte man sich diesmal der Berliner Endzone und punkte dann mit einem 11-Yard Pass auf Walden, nur noch 14:6 für Berlin. Ein Prunkstück der Adler dieses Saison sind aber die Kickoff Returns.  Ein erneuter guter Return bis in die Hälfte des Gegners bereitete die nächsten Punkte vor. Triston McCathern sorgte mit einem 13-Yard Lauf an der rechten Seitenlinie entlang für seinen ersten TD für die Adler.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels zeigte sich die Defense auf Zack und schickte Langenfeld wieder schnell vom Platz. Noch schneller war dann nur die Offense mit den nächsten Punkten. Drei Spielzüge später fand Zach den völlig freien Dorian Stanard für 59-Yards, 28:6. Danach beruhigte sich das Spiel etwas und die Punktetafel konnte sich erstmal erholen.

Knapp 2 Minuten vor der Halbzeit packte dann Langenfeld aber ein Big Play aus und Fritsche fand Walden für 40-Yards in der Endzone, den Extrapunkte blockte der Adler Nose Tackle Gino Vito Behling. Das letzte Wort in der ersten Halbzeit hatten dann aber die Berlin Adler. Mit schönen schnellen Pässen überwand Zach das Feld. An der 11-Yard Linie packte man dann die Trickkiste aus. Mit einem double Reverse erzielte Maurice Rothenburg dann seinen ersten Rushing TD der Saison. Mit dem 35:12 ging es dann in die Halbzeit.

Die Hoffnungen für Langenfeld auf ein Comeback schwanden zunächst, nachdem sie schnell nach der Pause wieder vom Platz geschickt wurde. Als dann die Adler mit einem 50-Yard Pass auf den wieder einmal völlig freien Maurice Rothenburg antworteten und den Zähler auf 42:12 stellten, schien alles eine klare Sache zu werden. Der QB der Longhorns wollte dann wenigstens noch etwas für seine persönlichen Statistiken machen und schloss einen schönen Drive der Gastgeber mit einem 1-Yard-QB-Keep ab. Die Adler hatten wieder die passende Antwort auf Lager. Der Go-to-Guy der ersten Spiele Maylan Bacher war heute noch gar nicht in Erscheinung getreten. Einen kurzen Pass von Zach wandelte er in einen 70-Yard TD Lauf an der linken Seitenlinie entlang um, 49:18.

Dann gab es einen unerklärlichen Bruch im Adler Game. Ein langer Drive der Longhorns, der sich bis in das vierte Quarter zog, wurde mit einem 17-Yard Pass auf Jarvis McClam und einer Two-Point-Conversion abgeschlossen. Das erste schnelle Three-and-out der Berliner in dieser Saison, sorgte dann noch einmal für Spannung. Das Duo Fritsche/Walden war jetzt on Fire. Nur zwei Pässe später und Langenfeld kam noch näher heran. Es stand nur noch 49:32. Im nächsten Drive dann der worst Case. QB Zach Cavanaugh verlor nach einem 6-Yard-Run den Ball, welcher von den Longhorns gesichert wurde. Jetzt schien alles bei Langenfeld zu funktionieren. Bei einem vierten und Lang fand Fritsche Jarvis McClam für 40-Yards in der Endzone, das Spiel schien zu kippen.

Die Adler besannen sich nun aber wieder und eröffneten den nächsten Drive konsequent mit konservativem Laufspiel über Daniel Rennich. Beim einzigen Passversuch unterlief den Longhorns dann noch eine Roughing the Passer Strafe und so näherte man sich wieder der Endzone. Am Ende war es Rennich der die letzten 10-Yards in die Endzone lief: 57:40. Langenfeld versuchte dann noch einmal alles, den Schlusspunkt setzte dann aber Jan-Louis Wiedemann mit einem Sack gegen den Backup QB Schmelzer, die Zeit war abgelaufen.

Mit einem verdienten Sieg konnte die Heimfahrt nach Berlin angetreten werden. Drei viertel ließ man den Gastgebern wenig Luft zum Atmen, als man sich des Sieges schon zu sicher war, schlichen sich einige Fehler ein und Langenfeld konnte nochmal am Comeback schnuppern.

 

Was von der Preview übrig blieb:

Langenfeld:

Kann alles spiele Jarvis McClam:

Mageren 11- Rushing Yards, stehen aber 83-Yards Receiving und ein TD gegenüber. Die Adler Defense hatte ihn aber weitestgehend im Griff.

WR Joey Walden:

Der Spieler welcher den Adlern am meisten Kopfzerbrechen bereitete. 180 Yards Receiving und ein TD waren sein Arbeitsnachweis.

QB Michel Fritsche:

Zeigte das er zurecht starting QB ist, konnte zwar nicht an seine überragenden 75% completion anknüpfen, brachte aber 27/40 und 368-Yards an den Mann. Ach ja, die 4 TDs sollten nicht unerwähnt bleiben.

DB/LB Sebastian Bick:

War kaum ein Faktor in der Longhorns Defense. Assistierte lediglich bei einem Tackle.

Berlin:

WR Maylan Bacher:

Über weite Strecken wurde er nicht angespielt. Dann blitze er einmal auf. Machte einen überragenden 70-Yard TD.

RB Triston McCathern:

Ein Spiel zum eingewöhnen, im zweiten wurde dann gepunktet. Die Rushing Yard teilten sich die RBs Rennich und McCathern gerecht auf, erzielte einen TD und 45 Yards.

WR Max Zimmermann:

Wartet immer noch auf seinen ersten TD. Fing wichtige Bälle für „nur“ 23 Yards. Deutete aber in einigen Situationen an, was für einen guten Catch Radius er hat.

LB: Cameron Reynolds:

Leading Tackler der Adler. Seine Tackle Anzahl war dabei zweistellig, 10 Tackles am Ende.

Wer sonst noch auffiel:

Bester Mann auf dem Platz war Maurice Rothenburg. 125-Receiving Yards, 2 Receiving TDs plus ein Rushing TD, das Arbeitszeugnis kann sich sehen lassen und nicht nur Langenfeld wird überrascht gewesen sein.

Was sonst noch auffiel:

Immer noch kein Sack gegen die Adler.

Langenfeld hatte trotz Niederlage mehr Offensiv Yards, 503:445.

Vier Punts overall waren schon inflationär, aber kein einziger Punt Return Yard.

Langenfeld hatte fast doppelt so lange Ballbesitz.

 

 

 

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