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GFL-Juniors

Könige des Nordens

Alles war bereitet für den großen Showdown in der GFL Juniors Gruppe Nord. Doch dann kam der Spieltag nur langsam ins Rollen. Am Samstag lieferten sich zwar die Lübeck  Cougars und Hamburg Blue Devils ein spannendes Abstiegsduell. Dies endete am Ende 14:14, die Hamburger sind gerettet und das ohne einen Sieg erzielt zu haben, den auch das Hinspiel ging unentschieden aus. Der Meisterschaftskampf an der Spitze fiel dann erstmal sprichwörtlich ins Wasser. Beim Stande von 7:0 musste das Spiel Dresden Monarchs U19 – Berlin Rebels U19 wegen Unwetter abgesagt werden. Die Wertung des Spiels steht noch aus. Dies bedeutete im Umkehrschluss: Sieg der Adler, Nordmeister. Niederlage mit mehr als 9 Punkten: Rechenschieber raus und warten wie das ausgefallene Spiel gewertet wird, bzw. ob es eine Fortsetzung geben wird.

 

Diese ganzen Gedanken wurden erst einmal ad acta gelegt. Taschenrechner sind eh 90er. Auf die eigenen Stärken besinnen und raus auf den Platz. Das Spiel unserer Adler bei den Hamburg Huskies war dann aber nichts für schwache Nerven. Beide Teams schenkten sich nichts. Nachdem die erste Halbzeit noch relativ gemütlich vor sich hinplätscherte, gab es in der zweiten ein Shootout mit offenem Visier. Für die Adler ging es auch vielversprechend los. Nachdem der Angriff der Schlittenhunde gestoppt und der Punter bei einem missglückten Snap getackelt wurde, starteten die Adler in guter Feldposition, leider konnte kein Nutzen daraus geschlagen werden. Es kam aber noch dicker. Durch zwei  große Strafen standen die Huskies plötzlich an der 30-Yard-Linie der Adler. Mit einem unwiderstehlichen Lauf an der linken Sideline entlang, tänzelte sich der Huskies QB dann in die Endzone, eine 2-pt-conversion später stand es 8:0.

Beim nächsten Drive wurde deutlich, dass die Adler sich in der ersten Halbzeit selbst im Weg standen. Ein langer Pass bis an die 5-Yard-Linie der Huskies wurde wieder zurückgenommen wegen einer persönlichen Strafe. Aus “first and goal” wurde “third und ganz,ganz weit”. Erst mit ihrem nächsten Drive zeigten die Adler dann, wozu sie fähig sind, wenn sie sich nicht selbst behindern. Ein langer Pass von Killian Berg fand Ramzi Smatty, dieser war nicht mehr aufzuhalten und lief in die Endzone über 75 Yards. Da der anschließende PAT misslang, stand es “nur” noch 8:6 für die Huskies.

Das Thema Strafen sollte aber der rote Faden in der ersten Halbzeit bleiben. Der nächste lange Drive der Huskies wurde auch wieder durch eine Strafe begünstigt, eine Pass Interference Strafe in der Endzone. Die Huskies hatten 4 neue Versuche an der 2-Yard-Linie. Zweimal hielt die Defense der Adler, beim dritten lief der Huskie QB mit einem roll out über links in die Endzone, da die 2pt misslang, stand es 14:6 für die Huskies. Vor der Halbzeit war auch keine Besserung in Sicht. Beim nächsten Drive ging der Punt total in die Hose und die Huskies kamen Sekunden vor der Halbzeit in der Adler Hälfte in Ballbesitz. Nun nahmen sich die Gastgeber ein Beispiel an den Adlern und dachten sich : Strafen das können wir auch und zwar noch besser. Nach einem Pass in die Endzone war der Jubel der Huskies groß, doch Sekunden später wurde der TD zurückgenommen wegen einer Holding Strafe. Beim nächsten Spielzug versuchten sie es dann mit einem Trickspielzug, welcher auch scheinbar gelang und die Hamburger an die 5-Yard-Linie brachte. Die Schiedsrichter werteten den Pass des Runningbacks aber als illegalen Vorwärtspass. So verwandelten die Huskies mit auslaufender Uhr nur ein Fieldgoal, gingen nicht mit 17:6 in Führung und führten nun auch im direkten Vergleich.

 

Die Halbzeit 2 startete mit einem Paukenschlag. Egal was die Coaches ihren Jungs auf den Weg gegeben hatten, es war das richtige gewesen. Den Kickoff returnierte Ali “Die Maschine” Khalilfe über 80-Yards in die Endzone der Gastgeber, die 2pt war zwar nicht gut, aber der Anschluss hergestellt. Angestachelt durch diesen überragenden Lauf, meldete sich die Defense in Form von Marvin Krüger zu Wort. Er fing einen Pass des Huskies QBs ab und schickte gleich die Offense damit auf das Feld. Diese fackelte nicht lange und Killian Berg bedient mit einer 50-Yard Bombe Ramzi Smatty in der Endzone, da bei den Zusatzpunkten heute der Wurm drin war, stand es nur 17:18 für die Adler.

Die Huskies waren spürbar angeschlagen. Im dritten Quarter wollte ihnen nichts mehr gelingen. Die Adler versäumten es zu diesem Zeitpunkt, den Sack zuzumachen. Sie wurden zweimal bei einem vierten Versuch in der Redzone gestoppt. So fanden die Gastgeber allmählich wieder in ihr Spiel und nach einem langen Drive konnten sie mit einem Fieldgoal wieder in Führung gehen. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Ein Tennisspiel war nichts dagegen. Zwei lange Pässe auf Ali Khalife und der nicht zu stoppende hatte seinen zweiten TD erzielt, diesmal auch mit PAT, die Führung hatte wieder gewechselt.  “Big Play können wir auch” sagten sich die Huskies und schlugen mit einem 60-Yard Touchdown Lauf durch ihren Runningback zurück. Die 2pt ging daneben und so holte sich Hamburg mit einem 26:25 die Führung zurück. Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen, die Spannung erreichte ihren Höhepunkt. Die Adler standen an der Redzone der Huskies. Da kam plötzlich ein echter Hund auf den Platz gerannt und wollte sich das geschehen aus der Nähe ansehen. Auch dadurch ließen sich die Adler nicht aus der Ruhe bringen und vollendeten ihren Drive erfolgreich mit einem TD Lauf durch Valentin Schurrock, nun gelang auch endlich die 2pt Conversion und es stand 26:33. Die Huskies hatten nun knapp zwei Minuten um zurückzuschlagen. Fast zwei viertel war es gut gegangen, was die Strafen anging. Nun brachten sie die Adler wieder in Bedrängnis. Eine Pass Interference Strafe und eine Roughing the Passer Strafe brachten die Huskies an die 30-Yard Linie der Adler. Nachdem sich diese dann auch noch in die Redzone vorgetankt hatten, wurden Erinnerungen wach an das Herren Spiel gegen die Spandau Bulldogs. Diesen Sieg wollte sich die Defense aber jetzt nicht mehr nehmen lassen und so wurde beim nächsten Snap der Ballträger früh dazu gezwungen den Ball zu verlieren, erobert wurde er durch die Adler und das Spiel war aus.

Die Norddeutsche Meisterschaft war damit errungen, egal wie das andere Spiel nun ausgehen sollte. Man sicherte sich das Heimrecht am 27.7.2019 gegen die Fursty Razorbacks im heimischen Stade Napoleon.

 

Direkt nach dem Spiel gab es zwei O-tone:

Hallo Adler,
unsere Jugend hat es geschafft.
Wir sind Norddeutscher Meister.
Wir gratulieren Coach Zach Cavanaugh, seinen Spielern und Coaches zu diesem fanatischen Erfolg.
Wir bedanken uns bei den Physios und Staffmembern für die geleistete Arbeit.
Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.
Wir sind stolz auf euch
Euer Vorstand

Und unser Jugendwart Thomas Rzyszka meint dazu:

Einfach nur WOW! Was für ein geiler Ritt durch die Saison, nach unglücklichem Start zu Hause ungeschlagen und mit einer sensationellen Siegesserie am Ende. Ich bin extrem stolz auf diese Truppe, die auch zahlenmäßig und/oder physisch überlegenen Mannschaften die Stirn geboten hat und zu einem echten TEAM geworden ist. Herzlichen Glückwunsch zur Norddeutschen Meisterschaft, und egal wie das jetzt in den Playoffs weitergeht – ihr (Trainer, Spieler und Staff) habt die Adler-Family diese Saison echt begeistert! DANKE!

 

P.S.:

Bilder folgen.

noch ein P.S.:

Das abgebrochene Spiel der Monarchs gegen die Rebels wurde mit 2:0 gewertet, damit qualifizieren sich die Rebels als Gruppenzweiter für die Playoffs, Herzlichen Glückwunsch dazu.

 

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