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GFL2 Nord

Chancenlos gegen Braunschweig

Gegen die NewYorker Lions war im Heimspiel kein Land in Sicht. Der 0:62 Endstand vor 1.0004 Zuschauern machte in aller Deutlichkeit den Klassenunterschied klar. Die Adler verloren zum dritten Mal in Folge zu Null gegen den Deutschen Meister aus Braunschweig.

BILDER ZUM SPIEL
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>>Manfred Schüssler FACEBOOK GALERIE<<
>>Sarah Wälisch Blog<<

 

An einem bewölkten Samstagnachmittag gab sich der Meister aus Braunschweig im Poststadion die Ehre. Nach ca. 90 Sekunden Spielzeit hatten die NewYorker Lions bewiesen, dass sie das Spiel gegen den krassen Außenseiter aus Berlin nicht auf die leichte Schulter nehmen würden. Beide Mannschaften hatten mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Während bei den Lions das komplette Nummer 1 Receiving Korps nicht antreten konnte, bist auf Christian Bollmann, fehlten bei Berlin nachwievor die beiden Zimmermänner Paul und Max, sowie kurzfristig auch noch WR Bryan Zerbe.

Diese Tatsache schien den Löwen aber nichts auszumachen, punkteten sie doch nach den schon erwähnten 90 Sekunden nach einem Pass von ihrem Star Quarterback Casey Therriault auf Christian Bollmann. Bei diesem Drive konnte man schon drauf gefasst sein, dass ein Ex-Berliner den Adlern das Leben schwer machen würde. David McCants war einfach in keiner Phase des Spiels unter Kontrolle zu bringen und so standen am Ende für ihn 158 Yards auf dem Konto bei nur 15 Versuchen, was einen Schnitt von über 10 Yards bedeutete, also bei jedem Lauf ein neues First Down. Bis zur Halbzeit sah das Bild dann leider aus Adlersicht wie folgt aus: Wenn die Adler Offense am Ball war, erreichte sie maximal einen neuen First Down und musste den Ball dann wieder mittels Punt abgeben, während die Lions im Gegenzug das Ergebnis kontinuierlich nach oben schraubten. Ein einziges Mal konnte der Drive der Lions gestoppt werden und sie mussten den Ball mittels Punt abgeben. Zu allem Überfluss kam auch noch ein Fumble durch Quarterback Niko Fortino und ein geblockter Punt durch Jonathan Rollins hinzu, den dieser zu allem Unglück auch noch in der Endzone sicherte und so das Punkte Konto weiter nach oben schraubte.  Neben diesem geblockten Punt gingen die Touchdowns auf das Konto von David McCants, Christoph Oetken und Robin Papke. So ging es mit dem 0.35 aus Berliner Sicht in die Pause.

>>LIVETICKER von Jan Sawicki<<

Dass die Lions weiter an ihre Punkte Ausbeute arbeiten würden, sah man an der Tatsache, dass sie bis weit in das dritte Viertel mit ihrer ersten Garde auf dem Platz blieben. Nachdem die Adler sich wieder relativ früh vom Ballbesitz verabschieden mussten, kam der Spielzug des Tages, als Lions Quarterback Therriault Christian Bollmann mit einer 47 Yard Bombe in der Endzone fand.

Aber wie so häufig in dieser Saison, kommt bei den Adlern selten ein Unglück allein. Der darauffolgende Kickoff wurde von Kevin Baumgart hervorragend fast bis zur Mittellinie Returniert, hier verlor er aber leider den Ball und die Lions waren knapp 10 Sekunden nach ihrem Spektakulären Touchdown wieder in Ballbesitz und das in vorzüglicher Ausgangsituation.

Auch hier ließ sich Therriault nicht lange bitten und fand Nils Gehrke für 27 Yards in der Endzone. Bis fast zum Ende des dritten Quarters dann das bisherige Bild, die Adler mussten sich schnell vom Ball trennen und die Lions markierten ihren achten Touchdown des Tages, wieder durch einen Pass auf Christian Oetken zum 0:56.

Kurz vor Ende des dritten Viertels machte der Berliner Headcoach Alessio Warnstedt Colonna (in Vertretung des erkrankten Eric Schramm) ein Taktische Umstellung und spielte in der Offensive nun mit zwei Runningbacks. Der an diesem Tag mäßig erfolgreich Björn Warnstedt fungierte hier meist als Vorblocker für Emanuel Ampofo. Aber wenn man schon kein Glück hat kommt auch noch Pech hinzu. Der längst und beste Drive des Spiels der Adler ging dann über sechs ein halb Minuten mit der oben erwähnten Taktik , bis kurz vor die Redzone der Lions, bis Ampofo den Ball verlor und er von den Lions gecovert wurde. Da im Gegenzug die Lions auch fast nur mit Laufspiel antworteten, dieses aber im Gegensatz zu den Adlern mit einem Touchdown durch Maximillian Merwarth abschließen konnten, endete das Spiel 0:62 (Der Extrapunkt wurde links neben die Goal Posts gesetzt).

Zu allem Überfluss Gewann der direkte Relegationskonkurent auch noch sein Auswärtsspiel bei den Hildesheim Invaders mit 21:20. Es sieht alles nach einem Showdown gegen die Hamburger am 26.8 im Poststadion aus. Sollten die Adler dieses Spiel gewinnen (was nach derzeitigem Stand ein Muss ist), sind sie aber noch nicht gerettet, da die Hamburger ihr Rückspiel gegen Hildesheim noch austragen müssen. Sollten diese das gewinnen, muss der Rechenschieber herausgeholt werden, aber dazu dann bei Gelegenheit mehr.

SCORING SUMMARY

Berlin Adler – NewYorker Lions, 12.08.2017

1st Quarter
0:7, C.Bollmann, 15 yd Pass von C.Therriault (PAT T.van Duijn)
0:14, C.Oetken, 22 yd Pass von C.Therriault (PAT T.van Duijn)
0:21, D.McCants, 10 yd Run (PAT T.van Duijn)
2nd Quarter
0:28, R.Papke, 30 yd Pass von C.Therriault (PAT T.van Duijn)
0:35, J.Rollins, 15yd Blocked Punt Return
3rd Quarter
0:42, C.Bollmann, 47 yd Pass von C.Therriault (PAT T.van Duijn)
0:49, N.Gehrke, 27 yd Pass von C.Therriault (PAT T.van Duijn)
0:56, C.Oetken, 15 yd Pass von T.van Duijn (PAT T.van Duijn)
4th Quarter
0:62, D.McCants, 10 yd Run (PAT no good)

GAME STATS 
>>http://stats.gfl.info/gfl/2017/babl.htm<<

Text: Jan Sawicki

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