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GFL2 Nord

PREVIEW: Kiel Baltic Hurricanes

Nach der kleinen Pause von drei Wochen, steht nun der nächste Gegner vor der Tür. Hoffentlich wurden ordentlich Kräfte gesammelt, denn es geht zum  fünften Mal hintereinander in der GFL auf eine Auswärtsreise, zum ungeschlagenen  Tabellenführer nach Kiel. Die Kieler kann man durchaus als „Angstgegner“ der Adler bezeichnen, liegt doch der letzte Sieg eine ganze Zeit zurück. Im German Bowl 2009 behielt man mit 28:21 die Oberhand. Hoffnung macht neben der kämpferischen Leistung die Tatsache, dass die Adler einen Ersatz für ihren verletzten Quarterback Paul Zimmermann gefunden haben. Am Dienstag landete US Boy Nick Andre Fortino in Berlin und dürfte bereit sein für die Hurricanes.

KURZINFO ZUM GEGNER

Name: Kiel Baltic Hurricanes
Gegründet: 11.11.1988
Teamfarben: Grün/Weiß/Orange
Head Coach: Marcus Herford
Spielstätte: Killia Stadion (Kapazität: 3000 Zuschauer)
Erfolge: Deutscher Meister 2010, Vizemeister : 2008,2009,2011,2012. EFL-Bowl Sieger 2014 und 2015.

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STARS DER CANES

RB Christopher McClendon: Der momentan heißeste Runingback in der GFL. Mit überragenden 860 Yards bei 85 Laufversuchen, d.h. einem Schnitt von  über 10 Yards, zeigt er was er für eine starke Saison gespielt hat. Mit 172 Yards pro Spiel führt er die GFL hier deutlich an. Der Spieler mit der Nummer 1 hat einen explosiven Antritt und ist kaum noch zu stoppen, wenn er durch die Defenseline bricht  und seine Geschwindigkeit entfalten kann. Highlight von ihm in dieser Saison war das Spiel bei den Crocodiles, wo ihm 6! Touchdowns gelangen, fünf Running und ein Receiving Tocuhdown.

WR Xavier Mitchell: Auch der Wide Receiver ist in guter Verfassung. In sämtlichen relevanten Statistiken ist er Ligaweit in den Top 5 zu finden und hat mit neun die meisten Receiving TDs erzielt. Außerdem wird er als Punt und Kick Returner eingesetzt und ist hier schwer zu halten. Er hat zwar noch keinen TD erzielt, aber mit 89 Yard hat er den längsten Kickoffreturn in dieser Saison hingelegt, wurde aber kurz vor der Endzone gestoppt.

QB Jared Stegman: Die dritte Waffe in der Angriffsmaschinerie der Kieler ist ihr neuer QB Jared Stegman. Der Australische Nationalspieler wurde 2015 fünfter bei der WM mit Australien und wechselte vor dieser Saison aus seiner australischen Heimat nach Kiel. Viel Eingewöhnungszeit brauchte er nicht. Er brachte die Kieler Offense sofort ins Rollen und hat mit 22 TDs die meisten in der Liga geworfen. Er verfügt über einen  sehr starken Arm und seine Würfe, vor allem über die Mitte, welche tief ins Backfield gehen sind sehr präzise. Sein weitester TD Pass in dieser Saison ging über 75 Yards. Wenn mal gar nichts frei ist, erledigen den Rest  seine eigenen Beine. Zwei TDs hat er bisher erlaufen, ein dritter Reception TD kam nach einem Trickspielzug hinzu.

STÄRKEN

Das dürfte nicht schwer zu beantworten sein. Die ist natürlich die Offense. Was Kiel da teilweise für ein Feuerwerk abbrennt ist schon bemerkenswert. Vor einer Woche hätte man noch sagen können, gut ihre Gegner waren Hildesheim, Köln (zweimal) der Aufsteiger und Hamburg. Aber wie sie am letzten Spieltag einen Gegner auf Augenhöhe, die Dresden Monarchs, nach einem 0:21 auf dessen Platz noch in die Knie gezwungen haben war beeindruckend. Den total 533 Offensive Yards hatten die Monarchs nichts mehr entgegenzusetzen. Auch wenn sie immer wieder herankamen, die Kieler hatten die passende Antwort parat. Dies macht sich auch in der Statistik bemerkbar. In sämtlichen Kategorien sind sie vorne zu finden, überragend dabei ihre 36 TDs (bei 0 FGs) und ihre knapp 50 Punkte pro Spiel.

SCHWÄCHEN

Schwierig bei einem ungeschlagenen Tabellenführer Schwächen auszumachen, der einen mit seiner offensivkraft überrollt. Aber wenn man genau hinschaut gibt es doch welche. Als erstes wäre hier die Disziplin zu nennen.  Bei den Penaltys bewegen sich die Kieler nämlich ganz unten in der Tabelle. Fast 100 Yards (!) pro Spiel ist schon eine Hausnummer. Das ist fast ein kompletter Scoring Drive den der Gegner da geschenkt bekommt. Es sind auch häufig dumme und unnötige Strafen dabei, zb. das Tackeln des Gegner wenn er schon im Aus (Out-Of-Bounds) war. Ein geschickter Gegner könnte sich das zu Nutze machen.

Bei dem wilden Spiel  bei den Cologne Crocodiles Ende Mai (65:41) konnte man sehen, dass sie auch nicht ganz fehlerfrei sind. Die Kölner lagen sogar teilweise in Führung und ließen sich nicht abschütteln. Erst gegen Ende, wo sie dann alles oder nichts spielen mussten, kam das deutliche Resultat zusammen. Bei dem Spiel wurden die außen Defensebacks doch das ein oder andere Mal überworfen, wenn der QB hier genug Zeit bekommt, wäre das eine Möglichkeit. Desweiteren funktionierte bei den Kölnern auffällig oft ein kurzer einfacher Pass über die Mitte, welcher zu großem Raumgewinn führte. Schaut man in die Statistik scheint ihre defensive Schwachstelle das Laufspiel zu sein, hier müssen sie knapp 5 Yards pro Laufspiel abgeben, was theoretisch die halbe Miete zu einem First Down wäre.

WAYS TO WIN

  1. Laufspiel etablieren. Hier scheint die Defense verwundbar
  2. Offense vom Feld halten. Nebeneffekt eines funktionierenden Laufspiels: die Uhr läuft und die Kieler Offense ist nicht auf dem Feld
  3. Stop The Run: Die Run Defense sah in den meisten Spielen trotz Niederlage gut aus. Dies über ein komplettes Spiel durchziehen und man hat Kiel eine Waffe genommen.
  4. Mit dem neuen Adler QB Niko Fortino überraschen. Fortino könnte ein Überraschungsfaktor werden. Da Bryan Zerbe nicht mehr Ersatzquarterback spielen muss, ist eine weitere offensive Waffe vorhanden, welche in den Spielen zuvor stark vermisst wurde.

Das Spiel wird definitiv von GFL-TV & Radio im Audio-Livestream übertragen, kommentiert von Nicolas Martin. Eventuell wird kurzfristig sogar noch ein Video Livestream eingerichtet. Nähere Infos gibt es am Samstag.

GO ADLER

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Text: Jan Sawicki
Foto: Stephan Dannhaus / www.frtp.de

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