Connect with us

GFL2 Nord

Vom Trainer zum Spieler

Florian Pawlik kehrt 2017 zurück auf´s Feld – Running Backs Coach Florian Pawlik wird in der kommenden Saison von der Seitenlinie zurück auf das Spielfeld wechseln. Der frühere Tight End, der bereits 2014 mit den Adlern den Euro Bowl gewann wird uns 2017 in der O-Line verstärken. Wir haben dazu mit Florian gesprochen:

 Schön zu hören, dass Du als Adler-Veteran noch einmal die Schuhe schnürst. Wie kam diese Entscheidung für Dich zustande?
Nachdem ich jetzt eine Saison lang an der Seitenlinie stand und den Zusammenhalt und die Emotionen der Jungs hautnah erlebt habe, war für mich klar, ich muss wieder zurück auf’s Feld. Ich möchte das Spiel aktiv mit entscheiden und das nicht nur von der Seitenlinie aus. Ich bin fit und möchte mich noch einmal mit den anderen messen und Siege einfahren. Die Adler hatten schon immer das gewisse Extra, ich möchte, dass die Gegner sich wieder vor uns fürchten.

Du hattest 2013 und 2014 bereits als Tight End für die Adler gespielt, bist dann 2016 als Trainer zurückgekehrt…
Nach der Saison 2014 habe ich beruflich bedingt aufgehört. Ich bin wegen meiner Masterarbeit nach Kaiserslautern gezogen. Früher war ich Tight End, das ähnelt dem Tackle sehr. Ich hab mich jetzt bewusst für die O-Line entschieden, denn mir gefällt die Position. Ich denke, dass ich dem Team eine große Unterstützung sein kann. Ich möchte meiner Mannschaft auf der Position dienen, die meiner bisherigen Position am Nähsten ist.

Die letzte Adler Saison war keine einfache mit nur 3 Saisonsiegen. Immerhin wurde der Klassenerhalt gesichert. Was sind für Dich rückblickend die positiven und negativen Lehren aus diesem Jahr?
Positiv muss man sehen, dass wir mit den Mitteln, die wir hatten, das Beste gemacht haben. Wir haben uns nie aufgegeben und haben den Klassenerhalt gesichert. Der Comebacksieg in Düsseldorf hat damals gezeigt, dass wir an dem Tag es mehr wollten und dass das Feuer da ist. Aber ein Spiel in der Saison reicht nicht aus. Am Ende haben wir es nicht geschafft, uns über die Saison mental auf der Höhe zu halten – um ein Spiel auch wieder drehen zu können. Wir kamen nicht aus diesem Strudel raus – wahrscheinlich, weil wir auch viele junge Spieler dabei hatten, die diese spielerische Erfahrung noch nicht gemacht hatten. Das Düsseldorf Spiel kam etwas zu spät in der Saison. Sonst hätten wir vielleicht das eine oder andere Spiel im Nachhinein noch drehen können.

Mit Alessio Colonna haben die Adler 2017 einen neuen Offensive Coordinator an Board. Was erhoffst Du Dir von ihm?
Ich kenne Alessio schon sehr lange und schätze ihn als Freund und Trainer. Alessio ist im europäischen Football, auch wegen seiner Zeit bei den Swarco Raiders, ein Name. Ich freue mich riesig, unter ihm spielen zu können… Alessio bringt seine eigene Mentalität und sein eigenes Spielsystem mit. Es kommt uns entgegen, dass der Wechsel so früh in der Off-Season klappte. Gerade in der Offense braucht es immer etwas mehr Zeit, um Neues zu kreieren. Wir brauchen jetzt Reps (Wiederholungen), um die Sachen einzustudieren.

Du bist ein ambitionierter Typ. Wie lautet Dein Ziel für die nächste Saison?
Für 2017 gehe ich von Playoffs aus. Playoffs sind das Ziel. Da ist dann alles möglich. Und wenn wir europäisch spielen, dann wollen wir auch in ein entsprechendes Finale einziehen. Einfach nur Klassenerhalt erreichen ist nicht das Ziel der Berlin Adler. Das muss jetzt wieder in die Köpfe rein. Wir haben die Möglichkeiten dazu und setzen jetzt im Training den passenden Grundstein dafür – wir wollen unsere Spiele gewinnen.

Foto: Lothar Köthe / www.lothar.photo

More in GFL2 Nord