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GFL2 Nord

1. Saisonsieg eingefahren

Völlig durchnässt, aber glücklich, zeigten sich die Adler nach dem 17-14 Auswärtssieg gegen die Hamburg Huskies. Nach 3 Niederlagen zum Saisonbeginn (wettbewerbsübergreifend) wurden damit die ersten 2 Punkte in der GFL gesichert. Bei 11 Grad Celsius Außentemperatur, gefühlt durch Wind und Regen deutlich kälter, hatten sich die Adler nach zweimaligem Rückstand doch noch zum Sieg gezittert.

Das Hammer Park Stadion scheint ohnehin für die Berlin Adler eine gute Adresse zu sein. In der vergangenen Saison klappte es hier mit einem 16:10-Sieg gegen die Huskies, der enorm wichtig für die Moral der Mannschaft war. In diesem Jahr das gleiche Bild. Das GFL Nord Duell war nicht immer schön anzusehen, dafür um so spannender – und vor allem mit dem positiven Ende aus unserer Sicht.

“Unsere Jungs sind sehr gut wiedergekommen aus der Misere von letzter Woche, haben gut trainiert und sich jetzt den Lohn abgeholt”, freute sich Adler Head Coach Eric Schramm.

Huskies Defensive Coordinator war nicht ganz so glücklich: “Wir hatten eigentlich gehofft, mit dem Sieg heute nach Hause zu gehen, das hatte leider nicht geklappt. Wir müssen besser werden in den Fundamentals des Spiels. Wir machten einige Fehler im Tackling und in der D-Line haben die Adler unsere Schwächen in der Mitte ausgenutzt. Wir dürfen uns nicht selbst in der Offense stoppen.”

>>FACEBOOK BILDERGALERIE: HUSKIES vs ADLER (© Kay Elvert)<<

Die Adler Defense präsentierte sich gegen die Huskies besser abgestimmt als noch gegen Dresden. Obwohl der erste Drive der Gäste deutlich an die Vorwoche erinnerte: 60 Yard Touchdown-Pass vom neuen Hamburger QB Jerry Lovelocke, der erst wenige Tage zuvor eingeflogen wurde, auf WR Kenneth  Soussoukpo. Solche gravierenden Big Plays des Gegner waren diesmal eher die Ausnahme.

Oft genug konnten die Hamburger Passempfänger das nasse Lederei einfach nicht festhalten oder die Plays wurden durch schnelle Hände oder Tackles unserer DBs gestört. Adler Safety Devon Francois hatte zwei gute Chancen auf Interceptions in der Endzone – zwar ohne Erfolg, aber immerhin Deflection.

Auch in der Offense kam Francois erneut zum Einsatz. Mit einem 9 Yard Touchdown Lauf glich unsere Nummer 7 die Partie im zweiten Viertel aus. Mit dem Unentschieden gingen beide Teams in die Halbzeit. Weitere Adler Punkte sollten folgen. Im dritten Viertel gingen wir durch ein 23 Yard Field Goal von Manuel Lewerenz mit drei Punkten in Führung.

Besonders das letzte Viertel bot Spannung pur. Der Drive der Gastgeber war von unserer Defense beim 4. Versuch und  1 an der 33 Yard Line schon fast gestoppt. Doch Jerry Lovelocke, den Hamburgs Sportdirektor Patrick Esume unter der Woche als “die GFL-Variante von Cam Newton” betitelte, holte per QB Sneak den First Down. Darauf folgte ein Big-Play Pass auf Nassim Amroun in die Redzone der Adler und ein weiterer 9 Yard Pass in die Endzone zu Marvin Amankwah. Führungswechsel. 14-10 für Hamburg.

Spannende Schlussphase

Beim spielentscheidenden Drive schlug die Stunde von Adler QB Paul Zimmermann, der zuvor drei Sacks der Huskies einstecken musste, doch in der Schlussphase für die Defender nicht mehr zu greifen war. Die Passkombination Zimmermann auf Bryan Zerbe brachte die Adler in die gegnerische Hälfte. Beim darauf folgenden vierten Versuch erlief Berlins Spielmacher selbst das so wichtige First Down. Man mußte kein großer Mathematiker sein, um so kurz vor Ende zu wissen, dass die Adler unbedingt einen Touchdown zum Sieg benötigten.

“Paul hat heute teilweise phänomenale Entscheidungen getroffen”, sagte Schramm. “Aber manchmal muss es auch einfach so sein, dass er den Ball unseren Running Backs übergibt und die dann wichtige Plays machen.”

Handoff auf Devon Francois, der sich bis zur 9 Yard Linie kämpfte. REDZONE. Das bedeutendste Play des Spiels: Kurz vor der Endzone callte Schramm ein Option-Spielzug. Zimmermann hatte die Option den Ball zu Francois zu pitchen. Die Defense biss auf den Amerikaner als “Köder” an und Paul entschied sich selbst zu laufen. 4 Yards bis zur Endzone. TOUCHDOWN.

Weniger als zwei Minuten blieben den Gastgebern das Spiel noch zu drehen. Lovelocke erlief selbst ein First Down bis an unsere 35 Yard Line. Hier hielt die Adler Defense stand. DB Kevin Hummel verhinderte einen gefährlichen Pass über die Mitte. Beim 4. Versuch und 11 hieß es Turnover on Downs. Das war’s. Victory Formation. GAME OVER.

Diese 250km lange Auswärtsfahrt in den Norden hatte sich wieder einmal gelohnt. Nach dem Schauer lies ein Regenbogen zum Spielende den Tag zumindest für die Schwarzgelben erfolgreich ausklingen.

Auf der Schattenseite leider ein erneutes Deja-Vu für unseren RB Emmanuel Moody. Beim Kickoff um 15 Uhr hatte Moody noch einen starken Return bis zur Mittellinie hingelegt, war dann aber direkt wieder im ersten Drive verletzt ausgefallen. Eine genauere Diagnose muss noch abgewartet werden.

>>FACEBOOK FREUNDE EINLADEN ZUM 1.GFL HEIMSPIEL AM 22. MAI<<

Nach drei Auswärtsspielen in Folge können sich die Adler Fans in den nächsten beiden Wochen auf Hauptstadtfootball im Poststadion freuen. Den kommenden Sonntag hat hoffentlich jeder Berliner Football Liebhaber mit fettem Rotstift im Kalender markiert haben: BERLIN DERBY! Die REBELS zu Gast bei uns! Einen besseren Gegner hätte es für unseren GFL Home Opener nicht geben können. Wir hoffen wieder auf zahlreiche Unterstützung wie vor einem Monat gegen die Swarco Raiders. 2.500 Zuschauer waren ein guter Start. Aber da passen noch ein paar Leutchen mehr ins Poststadion… See you there.

STIMMEN ZUM SPIEL (VIA SOUNDCLOUD):
Head Coach Eric Schramm (Adler)
Defensive Coordinator Martin Ricard (Huskies)

SCORING SUMMARY
1st Quarter
7-0, K. Soussoukpo, 60 Yard Pass von J.Lovelocke (PAT A.Astahin)
2nd Quarter
7-7, D.Francois, 9 Yard Lauf (PAT M.Lewerenz)
3rd Quarter
7-10, M.Lewerenz, 23 Yard Field Goal
4th Quarter
14-10, M.Amankwah, 9 Yard Pass von J.Lovelocke (PAT A.Astahin)
14-17
, P.Zimmermann, 4 Yard Lauf (PAT M.Lewerenz)

STATS: http://stats.gfl.info

Foto: Kay Elvert

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