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GFL2 Nord

Bittere Lehrstunde in Dresden

Mit 7:52 mussten sich die Berlin Adler im GFL-Hinspiel den Dresden Monarchs geschlagen geben. Überragender Akteur: Monarchs Running Back Donald Russell (Foto), der 285 Total Yards und drei Big-Play-Touchdowns verbuchte.

Ins Abseits manövrierten sich die Adler selbst frühzeitig, durch eine unnötige Spearing-Attacke im ersten Drive der Gastgeber. Nach abgepfiffenem Spielzug attackierte DL David Leisegang mit Helm voran Dresdens RB Donald Russell, was zur Ejection (Spieler wird vom Spiel verwiesen) des wichtigen D-Lineman führte. Im darauf folgenden Spielzug bediente der neue Monarchs QB Jake Medlock den australischen Receiver Bradley Fraser über 7 Yards in der Endzone. Fünf von sechs Offensive Drives schlossen die Gastgeber in der ersten Hälfte mit Punkten ab.

>>BILDERGALERIE von Birgit Krauch<<

Teilweise zeigten die Adler in der ersten Spielhälfte, dass sie trotz einer 1-8 Bilanz die Klasse besitzen, Teams wie Dresden zu ärgern. Receiver Yuki Ikei erwischte einen hervorragenden Tag und fing fast jeden Ball, der in seine Richtung geflogen kam (9 Catches für 40 Yards), letztendlich leider ohne zählbare Punkte. Zumindest nach First Downs waren die Adler auf dem Statistikbogen ebenbürtig: 20 First Downs Berlin zu 18 First Downs Dresden zeigen, dass die Gäste deutlich in der Lage waren, die Kette zu bewegen.

„Oft waren wir in guter Position, aber haben die Plays einfach nicht gemacht. Das liegt natürlich teilweise auch an der individuellen Klasse der Dresdner“, sagte Johnny Schmuck, Sportlicher Leiter der Berliner.

Zumindest Berlins Spielmacher Lemar Johnson (130 Lauf- & 100 Passyards) war für die Monarchs Defense zu Fuß kaum zu bändigen. Berlins Quarterback mußte im Spielverlauf aber auch 4 Sacks hinnehmen. Die Dresdner nutzten über die linke Blindside die Unerfahrenheit der Adler O-Line gnadenlos aus.

Wie oben bereits erwähnt war Running Back Donald Russell am Samstag „unstoppable“. Den zweiten Drive der Gastgeber beendete Russell im zweiten Play mit einem 65 Yard Catch and Run Touchdown. Nach kurzen Pass über die rechte Seite war Russell von zwei Adler Verteidigern im Open Field bereits gestellt, tänzelte aber beide aus und sprintete unangetastet in die Endzone zur 14:0 Führung. Zwei weitere solcher Läufe sollten an dem Tag folgen. Selbst sein Mitspieler Radko Zoller war beeindruckt vom US Running Back: „Donald ist echt eine Wucht! So etwas habe ich noch nie gesehen. Jemand, der so rennt und so viele Tackles bricht pro Lauf.“

Ende des ersten Viertels verkürzten die Adler nach ihrem besten Drive des Spiels auf 14:7. Ballträger Clemens Niepagen (insgesamt 16 Läufe für 77 Yards) erlief zwei First Downs und WR Sydney Plewinski (3 Catches für 35 Yards) steuerte einen First Down Catch bei. Von der gegnerischen 35 Yard Line ergriff Lemar Johnson selbst die Initiative, punktete über die linke Seite mit schönem Hechtsprung in die Endzone und ließ die 2400 Zuschauer im Heinz-Steyer-Stadion kurzzeitig verstummen.

Ab dem zweiten Viertel jubelten allerdings ausschließlich die Monarchs. Bis zur Halbzeit stand es 31:7, am Ende 52:7. Neben QB Jake Medlock (14 von 19 Pässen für 282 Yards, 4 TDs, 1 INT) war vor allem WR Jan Hilgenfeldt allgegenwärtig. Nicht nur verwandelte der Leipziger alle 7 PATs und ein 29 Yard Field Goal, der Nationalmannschafts Receiver fing 8 Pässe für 124 Yards und 2 Touchdowns.

Auch wenn das Endergebnis aus Berliner Sicht wenig erfreulich war, so durfte immerhin die Adler Defense zwei Interceptions von LB Richard Habig und DB Stefan Melde bejubeln. Tackle Leader Pierre von Rymon-Lipinski gelang ein Quarterback Sack. Und zumindest ein Offensive-Liner hatte vor und nach dem Spiel Grund zur Freude: Sebastian Schambach feierte Geburtstag und wurde 26. Herzlichen Glückwunsch.

„Klar, zufrieden sind wir nicht. Der Score spiegelt aber nicht unbedingt das Spiel wieder, wie wir uns geschlagen haben“, meinte Schmuck.

Dresdens Quarterback John Leijten nach der Partie: „Die Adler sind dieses Jahr nicht, wie sie normal sind. Das ist nicht ihre Saison Ich glaube aber fest daran, dass sie nächstes Jahr wieder zurück sind.“

Am kommenden Sonntag um 15 Uhr findet bereits das Rückspiel gegen die Monarchs im Poststadion statt.

SCOREBOARD
Dresden Monarchs 52 – Berlin Adler 7
1st Quarter
7:0, 7 yd Pass von J.Medlock auf B.Fraser, PAT J.Hilgenfeldt (Drive: 6 Plays, 89 Yards)
14:0, 65 yd Pass von J.Medlock auf D.Russell, PAT J.Hilgenfeldt (2 Plays, 67 Yards)
14:7, 35 yd Lauf L.Johnson, PAT N.Schumann (7 Plays, 75 Yards)
2nd Quarter
21:7, 1 yd Lauf J.Medlock, PAT J.Hilgenfeldt (6 Plays, 18 Yards)
24:7, 29 yd Field Goal J.Hilgenfeldt (9 Plays, 72 Yards)
31:7, 61 yd Lauf D.Russell, PAT J.Hilgenfeldt (1 Play, 61 Yards)
3rd Quarter
38:7, 57 yd Lauf D.Russell, PAT J.Hilgenfeldt (1 Play, 57 Yards)
45:7, 23 yd Pass von J.Medlock auf J.Hilgendfeldt, PAT J.Hilgenfeldt (6 Plays, 80 Yards)
4th Quarter
52:7, 8 yd Pass von J.Medlock auf J.Hilgenfeldt, PAT J.Hilgenfeldt (3 Plays, 24 Yards)

STATISTIK auf stats.gfl.info

STIMMEN ZUM SPIEL auf Soundcloud
Johnny Schmuck, Sportlicher Leiter Berlin Adler

Foto: Birgit Krauch / http://fotoblog.hechtviertelportal.de

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