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GFL2 Nord

Rebels dominieren Hitzeschlacht

Bei 36 Grad im Schatten verwandelte sich das Berlin Derby Rückspiel in einen heißen Tanz. Allerdings tänzelten bei der 14:59-Niederlage nur die Rebels, hauptsächlich in Person von Running Back Larry McCoy (Foto), der 195 Yards und 3 Touchdowns erlief.

Nach einem äußerst spannenden Hinspiel vor zwei Wochen freuten sich viele Adler Fans voller Hoffnung auf das Rückspiel im Jahn-Sportpark präsentiert von Renault König. Es sollte nach 6 GFL Niederlagen der erste Saisonsieg 2015 werden. Zumindest in der ersten Halbzeit konnten die Adler stellenweise gut mit den Gästen aus Charlottenburg mithalten.

Spielmacher Lemar Johnson spielte in der ersten Hälfte gewohnt gut. Die Adler agierten ausgeglichen auf dem Feld mit je 15 Läufen und 15 Pässen. Die Rebels gingen eher nach der Maxime „Never change a winning system“ vor und setzten wie schon im Hinspiel voll auf ihr Laufspiel.

>>BILDERGALERIE ZUM SPIEL von Stephan Dannhaus<<

Die anfängliche 10-Punkte Führung der Gäste durch einen gefangenen Touchdown von Matthias Wolff und ein Maximilian von Wachsmann Field Goal konterte Adler WR Nicolai Schumann mit einem ansehnlichen 62 Yard Catch-and-Run Touchdown. Im zweiten Viertel wurde WR Sebastian Krech nach einem 44 Yard Fang sein erster Adler GFL Touchdown an der 5 Yard Line verwehrt. Letztendlich hieß Lemar Johnsons Anspielstation in der Endzone Hemaseh Heidary.

Larry McCoy, der an dem Tag von der Adler Defense nicht zu stoppen war, und Matthias Wolff legten zwei weitere Rebels Touchdowns nach. Beim Pausenstand von 14:24 trennten beide Teams nur zwei Scores.

Zum Anpfiff des dritten Viertels ging es innerhalb von 38 Sekunden Schlag auf Schlag und die Adler lagen plötzlich 14:38 hinten… Was war plötzlich passiert?!

Ein Kickoff-Return durch Johnson Deontray. Der nur 1,70 Meter große US-Amerikaner hatte bereits in Halbzeit Eins seine wieselflinken Beine unter Beweis gestellt. Mit einem 85 Yard Return-Touchdown läutete er die zweite Spielhälfte ein.

Im direkten Gegenzug fing Rebels DB Jason Owusu den ersten Passversuch von Adler Quarterback Lemar Johnsons ab und verschaffte seiner Offense eine hervorragende Ausgangsposition von der 18 Yard Line. Ballträger Larry McCoy fackelte nicht lang und lief über die linke Außenseite direkt in die Endzone. Der Extrapunktversuch wurde von Maximilian von Wachsmann sicher verwandelt zum 14:38.

„Die Situation nach dem Kickoff war wie ein Genickschlag“, schilderte Adler Head Coach Eric Schramm die Situation. „Das Ding hatte richtig tief gesessen.“

Wenige Minuten später erlief McCoy seinen dritten Touchdown des Tages, diesmal über 58 Yards zum zwischenzeitlichen 14:45. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Drops im Jahn-Sportpark gelutscht und das Spiel entschieden.

Die zweite Spielhälfte war aus Adler Sicht völlig zum Vergessen. Johnson (15Cmp/ 28Att/ 2TD) geriet häufig unter Druck, musste 2 Sacks hinnehmen und fabrizierte insgesamt 3 Interceptions. Mit 69 Laufyards war Johnson letztendlich sogar bester Ballträger auf Adlerseite. Bezeichnend. Running Back Clemens Niepagen steuerte für die Schwarzgelben 67 Yards und einige First Downs bei.

Rebels Quarterback Darius Outlaw durchlebte einen deutlich entspannteren Samstagnachmittag und brachte insgesamt 5 von 8 Pässen an den Mann für 146 Yards und 2 Touchdowns. Einen dritten Touchdown erlief Outlaw selbst. Den Schlusspunkt setzte Johnson Deontray mit einem 3 Yard Touchdown-Lauf zum 14:59.

„Wir hatten heute verdient diesen Spielstand abbekommen“, sagte Schramm. „Wir haben jetzt noch 5 Spiele offen, bei denen wir performen müssen und uns nicht so präsentieren dürfen wie heute. Das war unterirdisch.“

Im 20. Erstliga-Duell der beiden Berliner Teams gelang den Rebels erst ihr dritter Erfolg. Beide Derbys gingen in dieser Saison an die Rebels (4-3), die nun ein Jahr lang die Bragging Rights in der Hauptstadt stolz vor sich her tragen dürfen & steil in Richtung Playoffs ziehen. Für die Adler (0-7) dienen die letzten 5 Saisonspiele bereits zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Die nächsten beiden Wochenenden sind erst einmal spielfrei. Zeit neue Kräfte zu sammeln.

Etwas erfreuliches gab es am Renault König Gameday doch noch von Adler Seite zu vermelden: Vor dem Kickoff wurden die beiden Hauptstadtfootball-Legenden Stefan Mücke und Clifford Madison feierlich in die Fans’ Football Hall of Fame aufgenommen. Herzlichen Glückwunsch.

Scoreboard:
1st Quarter
0:7 M.Wolff 56 yd pass from D.Outlaw, PAT M.v.Wachsmann (5 plays, 99 yards)
2nd Quarter
0:10 M.v.Wachsmann 34 yd field goal (10 plays, 51 yards)
7:10 N.Schumann 62 yd pass from L.Johnson, PAT N.Schumann kick (5 plays, 75 yards)
7:17 L.McCoy 3 yd run, PAT M.v.Wachsmann kick (2 plays, 65 yards)
14:17 H.Heidary 3 yd pass from L.Johnson, PAT N.Schumann (7 plays, 75 yards)
14:24 M.Wolff 54 yd pass from D.Outlaw, PAT M.v.Wachsmann (4 plays, 67 yards)
3rd Quarter
14:31 J.Deontray 85 yd kickoff return, PAT M.v.Wachsmann
14:38 L.McCoy 18 yd run, PAT M.v.Wachsmann (1 play, 18 yards)
14:45 L.McCoy 58 yd run, PAT M.v.Wachsmann (3 plays, 57 yards)
14:52 45 D.Outlaw 7 yd run, PAT M.v.Wachsmann (5 plays, 80 yards)
4th Quarter
14:59 J.Deontray 3 yd run, PAT M.v.Wachsmann kick (13 plays, 95 yards)

Foto: Stephan Dannhaus / www.frtp.de/2015rebelsatadler

 

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