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GFL2 Nord

Donnerwetter im Poststadion

Die Hamburg Huskies setzen ihren Erfolgslauf in der GFL-Debütsaison fort. Mit 44:19 bezwingen sie die Berlin Adler, welche weiterhin sieglos im Tabellenkeller der GFL Nord   fest stecken.

Bei extrem hitzigen und schwülen Temperaturen gingen am Samstag die Blicke der Organisatoren des öfteren gen Himmel. Vor dem Kick-Off war der Regenradar auf dem Smartphone wichtige Bezugsquelle, ob gespielt wird oder nicht. Eine Stunde vor Spielbeginn setzte ein heftiger Regenschauer ein, pünktlich zum Beginn um 17 Uhr spielte Petrus wieder mit. 873 Zuschauer ließen sich von der Wetterprognose Regen & Gewitter nicht abschrecken und mussten im Poststadion nicht lange auf erste Punkte warten.

Huskies mit früher Führung

Wie bereits in der Vorwoche gegen Kiel kassierten die Adler ein frühes Big Play. Huskies Playmaker Curtis Slater schlug ein wie der Blitz und returnierte den Opening Kickoff über 85 Yards bis in die Endzone zur frühen Führung der Gäste. Nach vier Offense-Spielzügen musste der Adler Angriff im Gegenzug des Feld auch schon wieder verlassen: Huskies Linebacker Kendral Ellison eroberte einen Fumble an der 30-Yard-Line. Sechs Spielzüge später lief Huskies Quarterback Reggie Langford selbst die restlichen 3 Yards über die rechte Seite in die Endzone. 15 Minuten nach Kickoff stand es bereits 0:14 aus Berliner Sicht.

Regelmäßig verschlafen die Adler in dieser Saison das erste Viertel, bringen die Gegner durch eigene Fehler in aussichtsreiche Feldpositionen und laufen meist frühzeitig einem frühen Rückstand hinterher. Rein psychologisch wäre es vorteilhaft, auch einmal mit einer Führung das Spielfeld zu betreten.

DB Curtis Slater mimt den Spielverderber

Der zweite Offense Drive der Adler war dann schon eher nach dem Geschmack der Berliner Coaches und Fans. Dank fünf First Downs marschierten die Schwarzgelben mit nur acht Spielzügen 64 Yards über das Feld und Spielmacher Lemar Johnson überbrückte mit einem Lauf den verbleibenden Yard in die Endzone. Die Freude über Anschlusspunkte wurde leider geschmälert durch einen von Curtis Slater geblockten Extrapunktversuch – so mussten sich die Adler mit nur 6 Punkten begnügen.

Im Laufe der ersten Hälfte ließen die Berliner zu viele Punkte ungenutzt liegen. Nach drei sehenswerten Läufen von Running Back Johannes Thiel (Foto) über insgesamt 59 Yards verfügten die Adler im zweiten Viertel über vier Versuche an der gegnerischen 1-Yard Line. Ohne Erfolg. Bei 4th-and-1 konnte Receiver Yuki Ikei in der Endzone einen scharf geworfenen Pass von Johnson nicht festhalten. Ein zweiter langer Drive der Hausherren wurde anschließend von Huskies DB Aleksander Astahin per Interception in der Endzone gestoppt.

Statistische Vorteile für Berlin

Bis zur Halbzeit bauten die Gäste ihre Führung durch zwei Tyson Giza Touchdowns weiter aus auf 28:6. Rein rechnerisch bestand bei drei Scores Rückstand immer noch die Chance das Spiel zu drehen – wenn man nur daran glaubt. Erstaunlicherweise erzielten die Hausherren im Spiel mehr First Downs (26 Adler – 20 Huskies) und Total Offense Yards (393 Adler – 372 Huskies), dennoch blieb es eine recht einseitige Partie. Entscheidender Vorteil der Hamburger: 14 Punkte nach Turnovern im Gegensatz zu 6 erzielten Adler-Punkten nach gegnerischem Ballverlust.

In der zweiten Spielhälfte präsentierten sich beide Teams ausgeglichen. Den Berlinern gelangen zwei Touchdowns durch WR Yuki Ikei (BIG PLAY über 73 Yards!) und RB Clemens Niepagen. WR/K Nassem Amroum sorgte auf Seiten der Huskies per Touchdown Catch und Fieldgoal für weitere Punkte.

Wetter passend zur Berliner Gemütslage

Mit 3 Minuten 30 Sekunden verbleibender Spielzeit im letzten Viertel musste die Partie um 19:30 Uhr wegen Gewitter zwischenzeitlich unterbrochen werden. Erst eine Stunde später konnte das Match zu Ende geführt werden. Genug Zeit für die Schlittenhunde um noch einmal durchzustarten. Miguel Boock erhöhte mit einem Lauf-Touchdown um 6 weitere Punkte. Beim Extrapunktversuch donnerte das Lederei gegen den linken Pfosten – no good.

Den Huskies ist nach fünf Siegen in Folge gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte die Playoff-Qualifikation nur schwer zu nehmen. Ab jetzt spielen die Hamburger um die bestmögliche Ausgangslage im September. Von Playoffs redet bei den Adlern niemand mehr, sie warten weiterhin auf den ersten Sieg 2015. In den kommenden drei Wochen stehen beide Matches gegen die Lokalrivalen Berlin Rebels bevor – nach vielen Abgängen in der Winterpause in Richtung Charlottenburg hat das Hauptstadtderby besonderen Reiz in diesem Jahr. Unter den aktuellen Voraussetzungen mit 0-5 müssen sich die Adler entgegen ihrer eigentlichen Ambitionen wohl oder übel mit der Außenseiterrolle begnügen.

SCOREBOARD:
1. Quarter
0:7 C.Slater 85 yd kickoff return, PAT N.Amroum
0:14 R.Langford 3 yd run, PAT N.Amroum (Drive: 6 plays, 30 yards)
6:14 L.Johnson 1 yd run, M.Jacob kick blocked by C.Slater (8 plays, 65 yards)
6:21 T.Giza 39 yd pass from R.Langford, PAT N.Amroum (3 plays, 59 yards)
2. Quarter
6:28 T.Giza 6 yd run, PAT N.Amroum (7 plays, 46 yards)
3. Quarter
13:28 Y.Ikei 73 yd pass from L.Johnson, PAT M.Jacob kick, (4 plays, 75 yards)
13:35 N.Amroum 50 yd pass from R.Langford, PAT N.Amroum (5 plays, 67 yards)
13:38 N.Amroum 22 yd field goal (10 plays, 53 yards)
4. Quarter
19:38 C.Niephagen 2 yd run (12 plays, 92 yards)
19:44 M.Boock 6 yd run, PAT L.Albrecht failed (8 plays, 62 yards)

STATISTIK von Florian Zawodsky, Ralf Seewald, Erik Seewald

BILDERGALERIE:
von Stephan Dannhaus / www.frtp.de
von Dustin Kröger / http://sta.sh/211lpogjzq7b

Foto: Stephan Dannhaus / www.frtp.de

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