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Berlin Adler

Historie

Gründung und der Beginn der Adler
1979 waren die Berlin Adler (ursprünglicher Name Berlin Bären) eines der Gründungs-Teams der Bundesliga in Deutschland.

Zwischen der Saison 1985 und der Saison 1993 gehörten die Berlin Adler zu den dominierenden Teams der ersten Bundesliga. In diesen Jahren steht für die Adler eine Bilanz von 96 Siegen, bei nur sechs Niederlagen und zwei Unentschieden, in der regulären Saison zu Buche. Insgesamt wurde der German Bowl in dieser Zeit fünf Mal erreicht und zwischen 1987 und 1991 vier Mal gewonnen.

Der Quarterback damals war Clifford Madison und die Spielstätte die Radrennbahn Schöneberg. Nach einer weiteren guten Saison 1994 verloren die Adler etwas den Anschluss an die Topteams und mussten 1997 aus der Bundesliga absteigen.

Die glorreichen 2000er
Im Jahre 2000 gründeten die Adler den AFC Berlin Adler e.V. und machten sich damit unabhängig.

Nach nur drei Jahren in der zweiten Bundesliga wurden die Adler 2001 Meister in der zweiten Bundesliga Nord. In der Relegation scheiterten die Berlin Adler aber an den Kiel Baltic Hurricanes, und schafften somit nicht den sportlichen Aufstieg. Durch den Rückzug der Düsseldorf Panther aus der GFL wurde ein Platz in der GFL (Bundesliga) frei, diesen freien Platz in der GFL bekamen die Berlin Adler.

Somit sind die Berlin Adler seit der Saison 2002 wieder erstklassig. Im Aufstiegsjahr 2002, mit dem Saisonziel Klassenerhalt gestartet, schaffte man als Aufsteiger gleich den Einzug in den Playoffs, in der ersten Runde setzte man sich beim Südmeister Rhein-Main Razorbacksdurch und scheiterte erst im Halbfinale beim späteren Deutschen Meister Hamburg Blue Devils.

In der Saison 2003 wurde der dritte Platz in der Gruppe Nord erreicht. Im Play-Off-Viertelfinale setzte man sich gegen den Süd-Zweiten Franken Knights durch, verlor dann aber im Halbfinale mit 10:3 gegen die Braunschweig Lions.

Die Spielzeit 2004 wurde mit dem fünften German Bowl Triumph abgeschlossen. Im Finale setzte man sich gegen die Braunschweig Lions in Braunschweig mit 10:7 durch.

In der Saison 2005 erfolgte ein Umbruch. Kent Anderson verließ die Berlin Adler in Richtung Braunschweig, der neue Coach war Pat Donohoe. Der Umbruch war zu spüren – man schaffte zwar wieder den Einzug in die Playoffs, wurde aber schon im Viertelfinale von den Marburg Mercenariesgeschlagen.

In der Saison 2006 folgte fast der Absturz in die Relegation, aber man schaffte in der Rückrunde noch die Wende und den fünften Platz. Der neue Head Coach ist seit 2006 Dogan Özdincer. Im März 2006 machten die Adler deutschlandweit Schlagzeilen, als sie den ehemaligen Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer in ihrer GFL-Mannschaft spielen lassen wollten. Der American Football Verband Deutschland sah allerdings keine Möglichkeit, ihm einen Spielerpass auszustellen, da die Aufnahme in den Verein nicht rechtsgültig gewesen sei.

In der Saison 2007 erreichten die Adler das Play-Off-Halbfinale um den German Bowl, in dem sie jedoch den Stuttgart Scorpions unterlagen. Im Jahr 2008 starteten die Berlin Adler auch im EFAF-Cup, auf dem Weg ins Finale wurden die Amsterdam Crusaders, die Triangle Razorbacks und die Prag Panthers im Halbfinale besiegt. Das Finale, welches im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahnstadion, der Heimspielstätte der Berlin Adler, stattfand, gewannen die Berlin Adler mit 29:00 gegen die Parma Panthers aus Italien. Mit dem Sieg des EFAF-Cups holten die Berlin Adler ihren ersten Internationalen Titel in ihrer Vereinsgeschichte.

Die GFL-Saison 2008 endete mit einem dritten Platz in der Gruppe Nord. Zum zweiten Mal in Folge stellten die Berliner die stärkste Verteidigung der gesamten Liga. Mit Platz drei in der Gruppe Nord zogen die Hauptstädter in die Play-Offs ein. Dort traf man im Viertelfinale auf die Stuttgart Scorpions. Die Revanche für die Niederlage im Vorjahr glückte und die Adler erreichten das Halbfinale, verloren dort aber 17:12 bei den Kiel Baltic Hurricanes.

2009 feierten die Adler 30-jähriges Jubiläum. Der Verein trennt sich von Dogan Özdincer und verpflichtete den international erfahrenen Shuan Fatah als neuen Headcoach. Fatah, selbst Berliner, verfügt über langjährige Erfahrung auf internationaler Ebene. So coachte er unter anderem bei den Berlin Thunder (ehem. NFL Europe) und Hamburg Sea Devils (ehem. NFL Europe) bevor er 2008 Jahr die sportliche Leitung bei den Dresden Monarchs übernahm. 2009 gewann die Jugendabteilung der Adler den German Junior Bowl gegen die Cologne Falcons mit 21:14 und sicherten sich die fünfte Meisterschaft.

2010 errangen die Berlin Adler den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte: Nach für alle Aktiven kräftezehrenden und für die Fans nervenaufreibenden Auswärtsspielen stand am Ende der Gewinn des Eurobowls. Mit auslaufender Spieluhr verwandelte Benjamin Scharweit ein 52y-Fieldgoal zum 34:31 Sieg über die Raiffeisen Vikings Wien. In der nationalen Meisterschaft lief es dagegen nicht ganz so gut. Viele Verletzungsausfälle sorgten dafür, dass das Team in Offense und Defense immerzu umgestellt werden musste. Der Titel konnte nicht verteidigt werden. Im German Bowl XXXII gab man sich in der Neuauflage des Endspiels von 2009 erst nach großem Kampf den Kiel Baltic Hurricanes geschlagen.

Höhen und Tiefen ab 2010
2011 erreichten die Adler den 4. Platz in der GFL und schieden in den Play-Offs der deutschen Meisterschaft im Viertelfinale mit einem 53:27 gegen die Schwäbisch Hall Unicorns aus, die in dieser Saison auch deutscher Meister wurden. In der European Football League schafften es die Berlin Adler erneut als einzige deutsche Mannschaft in die Play-Offs. Nach den Siegen im Viertel- und Halbfinale musste sie sich jedoch im Eurobowl XXV den Swarco Raiders Tirol 27:12 geschlagen geben.

In der Saison 2012 schafften die Berlin Adler es auf den 2. Platz der Abschlusstabelle der GFL Nord. Nach einem Sieg im Viertelfinale der Play-Offs gegen die Marburg Mercenaries, schieden die Adler im Halbfinale erneut gegen die Schwäbisch Hall Unicorns aus. In den Play-Offs der European Football League schieden die Berlin Adler ebenfalls im Halbfinale aus.

2013 belegten die Berlin Adler in der Abschlusstabelle der GFL Nord den 4. Platz. Im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft trafen sie erneut auf den amtierenden deutschen Meister und Erstplatzierten der GFL Süd, die Schwäbisch Hall Unicorns. Mit einem deutlichen 42:13 Sieg konnten die Adler erneut das Halbfinale erreichen, wo sie jedoch gegen die Dresden Monarchs ausschieden. In der European Football League schafften die Adler es ebenfalls wieder ins Halbfinale, wo sie mit 17:41 gegen die Raiffeisen Vikings Vienna verloren.

Die Saison 2014 hatte Licht- und Schattenseiten für die Adler. Mit dem Sieg im Finale der BIG6, konnten die Adler endlich wieder einen internationalen Titel in den Händen halten. Gegen die New Yorker Lions gewann das Team unter der Leitung von Kim Kuci im heimischen Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark mit 20:17 in einer Hitzeschlacht. Gegenüber des BIG6-Sieges stand allerdings die GFL, in der die Adler nicht die Playoffs erreichen konnten. Platz 5 hinter den Cologne Falcons und den Kiel Baltic Hurricanes bedeutete ein frühes Saisonende für die Mannschaft.

Nach dem geglückten Crowdfunding im Winter 2014, in dem die Adler von vielen Supportern Spenden erhalten hatten, mussten Spieler und Coaches komplett bei Null anfangen. Durch die lange Ungewissheit, wie es im nächsten Jahr weitergehen wird, verließen viele Akteure die Mannschaft. Dementsprechend schwer verlief auch die Saison, sodass man den Abstieg gerade so verhindern konnte. Mit nur zwei Siegen auf zwölf Spielen belegten die Adler Platz 6 in der Tabelle, einen Platz vor Schlusslicht Düsseldorf.

Auch im Jahr 2016 konnte man die Nachwirkungen des Neuaufbaus bei den Adlern noch spüren. Zum ersten Mal seit langer Zeit setzte man ein Zeichen und gab dem eigenen Nachwuchs auf der Position des Quarterbacks eine Chance. Mit Paul Zimmermann als Starter und Bryan Zerbe als Backup ging man in die Saison und konnte teilweise zeigen, dass es wieder in die richtige Richtung für die Adler geht. Zwar verlor man eine Vielzahl an Spielen, allerdings konnte man schon besser mitspielen, als noch im Jahr 2015. Platz 7 von acht Plätzen verbuchte man zum Schluss der Saison und verblieb somit wieder in die ersten Liga.

Die Saison 2017 startete sehr erfolgreich mit einem Sieg in Hamburg, keiner konnte ahnen, was ab diesem Zeitpunkt für eine Horror Saison folgen sollte. Das Unglück nahm ausgerechnet in einem EFL Spiel gegen die Franzosen aus Thounon seinen Lauf. Mit einer einer 13:7 Führung den Sieg ganz dicht vor Augen, verletzte sich einer der stützen der Defense, der schwedische Riese Filip Palmqvist. Die bis dahin so überzeugende Abwehr ließ plötzlich ein Big Play zu und so ging das Spiel mit 13:14 verloren. Ab da reihte sich eine Hiobsbotschaft an die andere. Zeitweise waren 25 Spieler verletzt, natürlich auch diverse Stammkräfte und Leistungsträger. Die Fülle der GFL Auswärtsspiele der Saison endeten meist mit derben Niederlagen, als negativer Höhepunkt eine 0:62 Niederlage beim starken Aufsteiger aus Köln. Da die Hamburg Huskies aber ebenfalls regelmäßig verloren, schien sich alles auf einen Showdown gegen ebene jene zu fokussieren. Während die Adler tapfer mit ihrem dezimierten Kader antraten, hatte der Spieltag vor dem Abstiegsfinale ein Geschmäckle. Die Huskies sagte ihr Spiel wegen angeblich nicht Bespielbarkeit des Platzes ab. Trotz vielfachen bemühens auch des Gegners aus Kiel, blieb es dabei, die Huskies konnten ausgeruht in das Spiel bei den Adlern gehen. Lange war es ein Spiel auf Messersschneide und die Adler konnten die Hamburger Führung immer wieder ausgleichen. Doch zum Schluss reichte die Kraft nicht mehr und die Berliner verloren das Spiel. Dadurch war die Relegation faktisch besiegelt. In dieser ging es nun gegen hochmotivierte Potsdamer, die Royals hatten Platz eins in der GFL 2 Nord belegt. Am Ende konnten sich diese in zwei Punktreichen spielen recht deutlich gegen den sechsmaligen Deutschen Meister durchsetzen und für die Adler blieb nur der bittere Gang in die zweite Liga an. Aber die Adler wären nicht die Adler, wenn sie diesen Rückschlag schnellstmöglich korrigieren wollten.