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Berlin Adler

Interview mit Coach Talib Wise

Kurz vor Weihnachten wurden keine Kosten und Mühen gescheut unseren neuen Headcoach  vor dem Weihnachtsbaum wegzuangeln und ein paar Fragen zu stellen, was die Nahe und Ferne Zukunft der Berlin Adler betrifft.

 

 

Jan: Hallo Coach Talib, wo treffe ich dich gerade an?

Talib: Hi Jan, Ich bin gerade in Chicago um Weihnachten mit meiner Familie zu feiern. Ab dem 3.1.2018 bin ich wieder in Berlin.

J:  Die Adler sind gerade in die zweite Liga abgestiegen. Du hast hier selber zwei erfolgreiche Jahre verbracht (2010, 2014, jeweils Eurobowl Sieger), was reizt dich jetzt an dieser schwierigen Situation?

T: Eine der härtesten Aufgaben wird es sein, den Jungs den Glauben daran wiederzugeben, dass sie gewinnen können und den Weg zurück in Liga 1 finden. Es wird ein bisschen dauern um ihr Vertrauen in sich selbst wiederzugewinnen.

J: Wie lange hat Mücke gebraucht dich für diese Aufgabe zu gewinnen?

T: Das war eine schnelle Entscheidung. Ein automatisches „Ja“. Er schrieb mich an und fragte nach meiner Telefon Nummer. Ein paar Tage später rief er mich an und bot mir den Job an. Ich wollte diese schwierige Aufgabe um die Adler wieder an die Spitze zu bringen.

J: Seit einigen Tagen bist du auch Trainer der Spanischen Football Nationalmannschaft. Wie schwierig wird die Doppelbelastung sein?

T: Es war ein Verrücktes Angebot, ich fühlte mich geehrt. Es wird eine harte Aufgabe, aber die Adler sind meine Top Priorität. Wenn ich frei habe, steht nur Training mit dem Team Spanien an, keine Spiele.

J: Wie kommt es das du so ein Weltenbummler bist? (Ägypten, Türkei, Russland, China)

T: Ja ich war schon überall auf der Welt, als Coach und als Spieler. Ich liebe es in Gegenden zu spielen und zu coachen, wo der Football nicht sonderlich populär ist. Sie bekommen dort keinen richtigen Football Unterricht, deshalb mag ich es, ihnen das Spiel beizubringen.

J: Was ist das besondere daran, Footballstrukturen aufzubauen?

T: Ja es sind alles Football Entwicklungsländer. Aber ich wollte das so. Die größte Herausforderung ist meistens die Sprache. Manchmal ist die Übersetzung nicht das gleiche, wie ich es auf Englisch meine. Man muss Geduld haben. Für die Jungs ist es meist nicht der erste Sport und sie lernen das Spiel von Grund auf inklusive der Football Terminologie.

J: Deine Pläne für die Adler hören sich nach etwas langfristigem an, kann man also davon ausgehen das du erst mal in Berlin sesshaft wirst?

T:  Ja es wird großartig die Adler wieder dahin zu bringen, wo sie hingehören: in die erste Liga und auf Championship Level. Ich kann nur das kontrollieren was auf dem Trainingsplatz passiert. Wenn die Fans und Spieler mich hier haben wollen, werde ich bleiben.

J:  Die Adler verfügen über eine sehr gute Jugendarbeit. Hast du vor dies auch für das Männerteam zu nutzen?

T:  Ja, das Jugend-Programm der Adler ist sehr wichtig. Das will ich auch weiter verbessern, so dass die jungen Spieler bestens auf das Männer-Team vorbereitet werden wenn sie älter werden. Sie als Spieler zu verbessern und aus ihnen Nationalspieler machen, das ist meine Aufgabe.

 

Danke Coach für das vorweihnachtliche Gespräch. Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch, wir sehen uns im neuen Jahr.

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