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PREVIEW zur Relegation

Am Samstag steht wohl das wichtigste Heimspiel der Saison an, es geht um alles oder nichts. Es ist das erste von zwei Spielen um den letzten GFL-Nord Platz 2018. Der Sieger hält entweder die Klasse oder steigt auf. Aus Sicht der Adler gilt es, die 13 Niederlagen Serie zu durchbrechen, dies gegen den souveränen Meister der GFL 2 Nord, die Potsdam Royals. Diese kommen mit 14 Siegen am Stück, haben die Liga dominiert und sich sicher gegen den letztjährigen Absteiger, die Düsseldorf Panther durchgesetzt.

KURZINFO ZUM GEGNER

Name: Potsdam Royals
Gegründet: 2005
Teamfarben: Schwarz-Rot-Weiß
Head Coach: Michael Vogt (auch Defense und Special Teams Coordinator)
Stadion: Sportpark Luftschiffhafen
Erfolge: GFL 2 Aufstieg 2014, Meister GFL 2 Nord 2017

 

GUYS TO WATCH:

QBs Jacob Tucker/Zachary Shaw: Die Quarterbacks der Potsdam Royals tauchen nicht in den Top Ten der GFL 2 Statistiken auf. Das hat einen einfachen Grund. Zachary Shaw ist als Quarterback Nummer 1 in die Saison gestartet. In seiner zweiten Saison war sein Ziel über 3500 Yards zu werfen und 35 Touchdowns zu erzielen. Dieses Ziel wurde jedoch jäh unterbrochen, als er sich im Juni sein rechtes Schlüsselbein brach. Zu diesem Zeitpunkt lag er klar auf Kurs, sein persönliches Saisonziel zu erreichen. Als Ersatz wurde Kurzerhand Quarterback Jacob Tucker von den North Alabama Lions verpflichtet. Dieser hinkte seinem Vorgänger in keiner Weise hinterher. Besser noch, er übertraf seine Statistiken sogar noch, hatte eine deutlich höhere Effizienz (69% der Pässe kommen an). Das letzte Spiel der Regulären Saison teilten sich beide, da Shaw inzwischen von seiner Verletzung genesen ist. Ihre zusammengerechnet fast 4 000 Yards und 39 TDs sprechen Bände. Sie dominierten die zweite Liga nach Belieben.

RB Calvinaugh Jones: Auch auf der Runningback Position werden die Royals durch einen US-Amerikaner vertreten. Mit der Referenz der All Time Rushing Leader der Concord University zu sein, kam er vor dieser Saison nach Potsdam. Er hielt das, was man sich von ihm versprach. Mit 1781 Yards und einem Schnitt von 8,6 Yards pro Lauf ließ er die meisten Gegner alt aussehen. Im Schnitt war also jeder seiner Laufversuche einen First Down wert. Er ist erst der zweite Spieler der Mountain Concord Lions der einen Profi Vertrag unterschrieb.

WR Frederik Myrup-Nielsen: Der Top Receiver der Royals ist der dänische Nationalspieler Myrup-Nielsen. Mit fast 100 Yards (99,9) pro Spiel ist er der überragende Receiver der GFL 2 Nord. Mit 18 TD ist er dazu der zweitbeste Scorer der Royals nach Jones. Aufgrund seiner Schnelligkeit wird er auch als Kick- und Punt Returner eingesetzt.

DL Michael Reynolds: In der Defensive haben die Royals ein wahres Monster verpflichtet. Der ehemalige Spieler der Kansas City Jayhawks hatte es bis in den Kader der Tampa Bay Buccaneers geschafft, überstand den finalen Cut letztes Jahr aber nicht. Reynolds ist in der Saison ein wahrer Alptraum für jede O-Line gewesen. Neben seinen 85 Tackles hatte er 24!!! Sacks und fast die Hälfte seine Tackles waren Tackles für Raumverlust. Hinzu kommen noch 2 Interceptions und 6 erzwungene Fumbles. Je einen Turnover konnte er zum Touchdown zurücktragen.

DB Justin Kaffenberger: Ein Weiterer US-Boy in Defense. Er ist die Interception Maschine der Royals. Insgesamt gelang es ihm 10-Mal den Pass abzufangen und zweimal in einen pick 6 (direkter Defense Touchdown) umzuwandeln. Seine 23,6 Yards pro Interception zeigen, dass er nicht nur den Ball abfängt sondern gleich in zählbares umwandeln will. Mit 75 Tackles ist er zugleich der zweitbeste Tackler der Royals, er ist somit gegen den Pass und den Lauf gleichermaßen gefährlich.

STÄRKEN DES GEGNERS

Ganz klar die Offense. Das Amerikanisch-Dänische Trio wirbelte die GFL 2 kräftig durcheinander. Insgesamt gelangen der Offense sagenhafte 93 Touchdowns (insgesamt 102). Die im Schnitt über 50 Punkte pro Spiel unterstreichen dies nochmal. Auch in den anderen Offense Statistiken sind sie in der GFL 2 unter den Top zwei zu finden.

SCHWÄCHEN

Schwer zu sagen bei einer Mannschaft die so souverän durch die GFL 2 marschiert ist. Stellen sich zwei Fragen: waren die anderen so schlecht oder war Potsdam so stark? Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem. Sucht man die Nadel im Heuhaufen, findet man doch einige Dinge. So ist das Kicking Game nicht gerade eine Stärke der Royals. Die Fieldgoal Quote liegt bei unter 50 %, von den Point after Touchdown wurden auch nur 70 von 89 verwandelt (78,6%). Die Angreifbar ist auch die O-line, insgesamt konnten die Potsdamer Quarterbacks 23-Mal gesacked werden. Die Erfinder der Disziplin scheinen sie auch nicht zu sein, was fast 100 Yard Strafe pro Spiel belegen.

WAYS TO WIN:

  • Die Saison beginnt quasi bei Null: An die eigene Stärke glauben. Das erste Saisonspiel in der regulären Saison wurde auch gewonnen.
  • Quarterback unter Druck setzen: Egal wer spielen wird bei den Royals, beide Quarterbacks verfügen über überdurchschnittliche Fähigkeiten. Sie unter Druck zu setzen, ist die einzige Möglichkeit Big Plays zu verhindern.
  • Establish the Run: Man kann es nicht oft genug sagen, aber wenn man ein ordentliches Laufspiel aufzieht, kontrolliert man Spiel und Gegner sowie die Uhr. Außerdem kann sich die Defense erholen.
  • Die Royals in den vierten Versuch zwingen: In Fieldgoal Range kann das schon die halbe Miete sein, damit sie ohne Punkte vom Feld gehen, anhand ihrer Kicking Probleme.
  • Reynolds aus dem Spiel nehmen: In der Offense steht und fällt alles mit der Kontrolle von Reynolds. Die Sack Maschine muss gestoppt werden, damit Fortino Zeit für seine Pässe hat.

GO ADLER

Text: Jan Sawicki
Foto: Mario Güldenhaupt / @MrBlickfang

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