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PREVIEW zum Lions-Auswärtsspiel

So schnell kann es gehen. Nach der ernüchternden 21:35-Niederlage gegen die Hamburg Huskies, steht nun auch schon das letzte reguläre Saison Spiel er Adler an. Ausgerechnet beim deutschen Meister muss man antreten. Bevor es dann zu 99% Sicherheit in die Relegationsspiele gegen die Royals aus Potsdam geht.


KURZINFO ZUM GEGNER

Name: NewYorker Lions (Braunschweig)
Gegründet: 1987
Teamfarben: schwarz/rot/weiß
Head Coach: Troy Tomlin (auch Offensive Cordinator)
Stadion: Eintracht-Stadion (25540 Zuschauer)
Erfolge: Deutscher Meister 1997-1999, 2005-2008, 2013-2016 (11 mal, Rekordsieger), Eurobowl Sieger 1999, 2003, 2015-2017

SO LIEF DAS HINSPIEL:

Das Hinspiel ist gerade mal drei Wochen her, so wollte es der Spielplan. Die Erinnerungen dürften also noch sehr frisch sein. Der geneigte Adler-Anhänger hat aber vielleicht auch schnell den Schleier des Vergessens über diese Erinnerung gelegt angesichts des Spielverlaufes. Über drei Viertel des Spiels hatten die Adler nicht den Hauch einer Chance. Genauso lang liessen die Lions ihre erste Elf (in Defense und Offense) auf dem Platz. Das komplette erste Receiver Korps musste zwar verletzt passen, aber die Ersatzleute waren ebenso stark. Die Adler waren auch extrem dezemiert angetreten, geschwächt durch eine Krankheitswelle, die selbst vor Head Coach Eric Schramm nicht halt machte. Den Adlern gelange es nicht in den ersten drei Vierteln in die Hälfte der Lions zu gelangen. Durch eigene Ballverluste und überzeugenden Angriffsfootball der Gäste stand es dann vor dem vierten Viertel 0:56. Im letzten Viertel gab es dann eine Umstellung in der Adler Offensive, man hatte ja nichts mehr zu verlieren. Man spielte mit einer I-Formation und zwei Runningbacks. So gelang auch der schönste Drive des Tages, welcher allerdings dann kurz vor der Lions Redzone in einem Fumble endetete. Am Ende konnten die Lions nochmal punkten und das Spiel ging mit 0:62 verloren.

Nach dem wir uns vor dem Hinspiel das magische Angriffsdreieck der Lions angeschaut haben, sehen wir uns nun zwei Defense Spieler genauer an:

GUYS TO WATCH:

DB Tim Unger: Die Cinderella-Story der Lions. Der inzwischen 23-jährige Tim Unger spielt erst seit 2015 American Football. Aus Spaß fing der ehemalige Kreisliga-Fußballer damals bei den Bad Laer Tigers mit Footballspielen an. Kurze Zeit später wurden die Lions auf ihn aufmerksam und luden ihn nach der Sichtung seines Highlight Videos ein, woraufhin er auch verpflichtet wurde. Damals noch als Wide Receiver. Inzwischen spielt er Defense Back und das sehr überzeugend. Mit seinen 7 Interceptions liegt er auf Platz zwei in der GFL. Er erzielte insgesamt über 100 Return Yards bei diesen und trug eine sogar zum Touchdown zurück. Dazu kommen noch 10 Pass-Break-Ups und ein recoverter Fumble.

LB Toni Salonen: Das finnische Power Paket kam vor der Saison von den Helsinki Rooster. Er kommt mit insgesamt vier finnnischen Meistertiteln und einem Österreichischem nach Braunschweig. In Braunschweig fasste er sofort Fuß und ist der Leading Tackler der Lions Defense. Mit 74 Tackles, davon 13 für Raumverlust führt er die interene Rangliste an. Dazu kommen noch vier Quarterback Sacks und eine Interception. Mit seinen 100 kg ist er von den gegnerischen O-lines nur schwer zu stoppen.

STÄRKEN DES GEGNERS

Da hat sich im Vergleich zum Hinspiel nichts geändert. Die Mannschaft ist einfach überall stark. Selbst wenn sie dann mal nicht mit ihrer ersten Mannschaft auf dem Platz stehen, richten es die Backups. Da ist es auch ganz gleich auf welcher Position sie stehen. Vom Ersatz Kicker bis hin zum Backup Quarterback (was lustigerweise beides Tom van Duijn ist) verrichten sie weiterhin gute Arbeit, so daß es schwer ist ihnen beizukommen.

SCHWÄCHEN

So gut wie keine. Wenn man sich die reinen Statistiken anschaut, tauchen sie überall in den Top 5 auf, egal ob Defense oder Offense. Wenn man die Nadel im Heuhaufen sucht, könnte man meinen sie sind anfällig im Laufspiel. Immerhin lässt die Rushing Defense fast 100 Yards pro Spiel zu, was in der laufstarken GFL Nord immer noch für Platz 5 reicht.

Wir verzichten mal hier auf die obligatorischen Ways to Win. Die Lions sind auf eine perfect Season aus, deswegen kann man wohl nicht davon ausgehen dass sie mit angezogener Handbremse agieren werden. Sollte dies aber der Fall sein, sollte jede noch so kleine Möglichkeit für Punkte genutzt werden – viele wird es davon für uns nicht geben. Für die Lions beginnt die Saison erst mit den Playoffs. Wenn der ein oder andere Gegner schon mit den Gedanken in diesen ist, könnte man sich Selbstvertrauen für die baldige Relegation holen. Die Lehren aus dem Hinspiel dazuziehen: Unsere I-Formtion funktionierte recht gut, damit wieder Zeit von der Uhr nehmen und die Defense entlasten.

GO ADLER

Text: Jan Sawicki
Foto: Mario Güldenhaupt / @MrBlickfang

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http://www.berlinadler.de/2017/09/preview-zum-lions-auswaertsspiel/
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