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PREVIEW zum Invaders-Rückspiel

Am Samstag steht das Rückspiel bei den Hildesheim Invaders an (5. August, Philosophenweg, Kickoff 16 Uhr). Hier stellt Euch Jan Sawicki den Gegner im Detail vor:

Die Invaders hatten eine Woche länger spielfrei. Ihr geplantes Heimspiel gegen die Cologne Crocodiles viel am 29. Juli buchstäblich „ins Wasser“. Trotzdem hatten sich die Invaders-Spieler nicht ausgeruht, sondern stellten ihre helfenden Hände bei dem über Hildesheim hereinbrechenden Hochwasser zur Verfügung.

Das Hinspiel in Berlin war den anwesenden Fans vor allem wegen der Horrorverletzung von Invaders  LB  Jon Bandrabur  in Erinnerung geblieben. Nach einem dreiwöchigen Aufenthalt im Berliner Bundeswehrkrankenhaus, bei dem sich Adler-Spieler, Fans und die gesamte deutsche Footballgemeinde unter anderem mit einer Crowdfunding-Aktion sich um den jungen Spieler kümmerten, befindet sich Jon nun in Hannover in der Reha und auf dem Weg der Besserung. Letzten Informationen zu Folge wird alles gut verheilen und er vom körperlichen Zustand wieder einsetzbar sein.

KURZINFO ZUM GEGNER

Name: Hildesheim Invaders
Gegründet: 1983
Teamfarben: Blau-Gelb
Head Coach: Joe Roman
Spielstätte: Invaders Homefield
Erfolge: Bundesliga Aufstieg 1989, 2015

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SO LIEF DAS HINSPIEL:

Die Adler starteten vielversprechend und kamen schnell in die Nähe der Endzone. Aber wie so häufig in dieser Saison vergaßen sie ihre Arbeit in Punkte umzumünzen. So kam es wie es kommen musste, die Invaders gingen durch einen 43-Yard-Pass in Führung. Danach misslang den Adlern ein Punt und die Invaders standen schon wieder im Haus der Adler, diesmal vervollständigt durch ihre Allzweckwaffe Phil Gamble (siehe Foto). Auch als die Adler volles Risiko vor der Pause gehen wollten, wurde dies nicht belohnt und ein vierter Versuch aus der eigenen Hälfte wurde gestoppt, schlimmer noch, die Invaders konnten mit ablaufender Uhr noch den 0:17 Halbzeitstand erzielen. Die zweite Halbzeit startete dann mit einem Berliner Paukenschlag und einem 31-Yard-Touchdown von Sydney Plewinski. Leider konnten die Adler diesen Schwung nicht in weitere Punkte ummünzen, fast im direkten Gegenzug kassierten sie einen weiteren Touchdown durch Phil Gamble, dies war auch gleichbedeutend mit dem Endstand. Anfang des vierten Viertels ereignete sich dann die folgenreiche Verletzung, welche eine 20-minütige Verletzungspause nach sich zog. Unter dem Eindruck dieser Bilder konnten sich weder die Spieler noch die Zuschauer wirklich auf Football konzentrieren und so stand am Ende eine 6:24 Niederlage auf der Anzeigetafel. Es hatte nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen, dafür die weitaus Effektivere.

>>BILDER VOM HINSPIEL (📸 Stephan Dannhaus)<<

INVADERS PLAYERS TO WATCH

Im Hinspiel haben wir uns auf den Quarterback Zach Cavanaugh und die Allzweckwaffe Phil Gamble konzentriert. Nehmen wir uns im Rückspiel nun zwei andere Spieler vor

WR Paul BogdannDer Topscorer der Hildesheim Invaders mit bisher vier gefangenen Touchdowns, einer davon gegen den Meisterschaftfavoriten New Yorker Lions aus Braunschweig und zwei gegen die Rebels. Er ist das Lieblingsziel der Invaders Quarterbacks Zach Cavanaugh – insgesamt hat er schon 31 Pässe gefangen, bei einem Durchschnitt von 12,5 Yards pro Catch. Da die Invaders Offensive ähnlich zu wünschen übrig lässt wie die der Adler, sind seine knapp 50 Yards pro Spiel mannschaftsintern Spitze.

DB Jacob Adelman: Fehlen darf hier nicht der Top Defense Spieler der Invaders. Der US-Boy kommt wie so viele Import Spieler in der GFL aus Kalifornien. Er verbringt seine erste Saison bei den Invaders. Vorher hatte er bei den Uppsala 86ers in Schweden gespielt, mit denen nach 19 Jahren das schwedische Finale erreicht. Er hat nicht nur als Defense Back in Schweden überzeugt mit 50 Tackles und 10 Interceptions, davon zwei die er zum Touchdown zurücktrug, sondern war auch führender Kick Returner mit 1.000 Yards!!!

In der GFL hat er nun auch schon Spuren hinterlassen und führt die Invaders Defense-Statistiken in Tackles an (53), davon 4 mit Raumverlust und ein Sack, ausgerechnet gegen die Adler. Dazu kommen seine zwei Interceptions, beide gegen Kiel. Als Kick und Punt Returner wurde er bisher selten eingesetzt, aber auch hier stellt er eine dauernde Gefahr dar.

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STÄRKEN DES GEGNERS

Hier muss man nach den Erfahrungen des Hinspiels Quarterback Zach Cavanaugh herausheben. Er ist momentan Leading Rusher der Invaders, was schon alles aussagt wo seine Qualitäten liegen. Er weiß im rechten Moment seine Beine einzusetzen. Er hat unter anderem schon einen 54-Yards-Lauf in dieser Saison hingelegt. Im Hinspiel konnte er sich mit dem ein oder anderen Lauf aus misslichen Situationen retten und so wichtige First Downs erzielen. Dazu kommen noch seine präzisen Pässe mit denen er seine Receiver einsetzen kann.

SCHWÄCHEN

Hier muss weiterhin die Defense genannt werden. Bei knapp 40 kassierten Punkten pro Spiel, hielt sie nur beim Hinspiel bei den Berliner Adlern. Die Gegner schaffen es pro Spiel 180-Lauf-Yards und 244-Pass-Yards gegen die Invaders zu erzielen. Dies mündete in insgesamt schon 40 Touchdowns. Außerdem scheinen sie Probleme beim Ball festhalten zu haben, 17 Fumbles sind etwas mehr als 2 pro Spiel, von denen verloren sie 12, also zwei Drittel.

WAYS TO WIN

  1. Konzentration: Der Gegner liegt nur einen Sieg vor den Adlern in der Tabelle und hat ein ähnliches Leistungsniveau. Die Konzentration, welche gegen einzelne Gegner meist nur ein oder zwei Viertel hält, muss das gesamte Spiel über da sein.
  2. Contain the Quarterback: Was im Hinspiel nicht klappte, sollte im Rückspiel erhöhter Aufmerksamkeit gewidmet werden. Cavanaugh ist ein mobiler Quarterback der gern läuft. Mit einem guten Spy ist dies zu verhindern und wenn er läuft, läuft er wie ein Running Back, ein ordentlicher Hit hat da schon manchmal Wunder bewirkt.
  3. Keine einfachen Punkte verschenken: Wenn man sich über das gesamte Feld gepflügt hat, muss man sich auch mal mit Punkten belohnen, egal ob Touchdown oder Field Goal. Das steigert das Selbstbewusstsein und ist enorm wichtig in einem Spiel mit dem Gegner auf Augenhöhe.
  4. Establish the Run: Wer das Laufspiel dominiert, kontrolliert die Uhr. Bei eigener Führung ist das Gold wert und Hildesheim ist hier anfällig.

GO ADLER

Text: Jan Sawicki
Foto: Stephan Dannhaus / www.frtp.de

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http://www.berlinadler.de/2017/08/preview-zum-invaders-rueckspiel/
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