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PREVIEW zum Kiel Rückspiel

Zum zweiten GFL Heimspiel des Jahres erwarten die Berlin Adler ihren nördlichsten Gegner, die Kiel Baltic Hurricanes (Samstag 8.7.2017, Poststadion, Kickoff 16:00 Uhr). Der neue QB Niko Fortino hat also gleich im dritten Spiel einen Gegner, den er schon kennt. Das Hinspiel vor drei Wochen konnten die Kieler deutlich mit 35:6 für sich entscheiden. Es war Fortinos erstes Spiel und trotz nur dreier Trainingseinheiten sah dies schon ganz ordentlich aus, auch war es das Comeback des zuvor verletzten Max Zimmermann.

KURZINFO ZUM GEGNER

Name: Kiel Baltic Hurricanes
Gegründet: 11.11.1988
Teamfarben: Grün/Weiß/Orange
Head Coach: Marcus Herford
Erfolge: Deutscher Meister 2010, Vizemeister : 2008,2009,2011,2012. EFL-Bowl Sieger 2014 und 2015.

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So lief das Hinspiel:

Die Adler verschliefen den Anfang des Spiels – dies passierte nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Schnell lagen sie mit 0:21 hinten. Danach fingen sie sich ein bisschen und kamen mehrfach in die Nähe der Redzone. Aber hier setzte sich ein Problem fort, was sich so durch die Saison zieht: Die Adler lassen zu viele Punkte liegen. Im Hinspiel in Form von zwei vergebenen Fieldgoals. Der einzige Touchdown gelang Comebacker Max Zimmermann als er einen 25-Yards-Pass in der Endzone fing, aber auch hier misslang der Point-After-Touchdown. Zusätzlich zu den Startproblemen kam noch, dass 25 Spieler fehlten und so eine große Lücke in den Kader rissen. Auf der Gegenseite konnte der Kieler Quarterback Stegmann seine Bälle schön verteilen, so dass er fünf verschiedene Receiver für seine Touchdowns fand. Am Ende stand ein 35:6 Sieg für Kiel auf der Anzeigetafel.

STARS DER CANES

Nachdem im Hinspiel hier drei Offense-Spieler im Focus standen, schauen wir uns mal die Defense etwas an.

LB Joshua Alaeze: Eigentlich müsste hier Anthony Bass stehen. Die Maschine war in den ersten fünf Spielen Kiels bester Defense Spieler (4,5 Sacks). Dann verletzte er sich aber gegen Dresden im letzten Spielzug schwer am Knie (Kreuzbandriss), was für ihn das Saisonaus bedeutete. Als Ersatz wurde Joshua Alaeze verpflichtet. Der 185 cm große und 101 kg schwere Josh war gleich in seinem ersten (und bisher einzigen Spiel) Leading Tackler und verbuchte den einzigen Sack gegen keinen geringeren als New Yorker Lions QB Casey Therriault. Gebürtig in Baltimore, spielte der 24-Jährige letztes Jahr in Polen wo er mit den Wroclaw Panthers Meister wurde.

DL Tim Egdman: Der Defense Spieler ist ein echtes Eigengewächs und spielt schon seit 2004 in Kiel (erst Junior, ab 2007 Senior). Diese Vereinstreue erlaubte es ihm inzwischen in den Alltime-Defense-Stats (seit 2007) der Kieler in die Top 5 Einzug zu halten. Er hat in den 10 Jahren als Senior knapp 300 Tackles, davon über 60 Tackles-For-Loss und knapp 20 Sacks erzielt. Vor ihm sollte sich unser neuer QB in acht nehmen, soll es kein unangenehmer Tag werden.

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STÄRKEN

Hier hat sich im Vergleich zum Hinspiel nichts geändert. Auch wenn Kiel inzwischen eine Niederlage auf dem Konto hat. Prunkstück der Mannschaft bleibt auch nach der ersten Saisonhälfte die Offense. Mit fast 44 erzielten Punkten pro Spiel belegen sie momentan Platz 4 in der Liga. So gesehen waren die 35 Punkte aus dem Hinspiel, welche die Adler kassierten, noch im Rahmen. Die Offense der Hurricanes produziert 465 Yards pro Spiel, dies bedeutet Platz 1 in der gesamten GFL. Dies führt dazu, dass die beiden individuellen Statistiken zu Rushing und Receiving von Kieler Spielern angeführt werden. Christopher McClendon führt hier die Rushing Statistik an, ihm fehlen noch ganze 4 Yards bis zur magischen 1.000er Marke. Im Hinspiel gegen die Adler hatte  er eine Verletzung, weswegen er nicht spielen konnte. Ohne diese wäre er schon über dieser Marke. Wie stark McClendon ist, sieht man an der Tatsache, dass er gegen den souveränen Tabellenführer NewYorker Lions ebenfalls die Marke von 100 Rushing Yards übertraf (136). Die Receiving Yards werden von Xavier Mitchell angeführt. Mit diesen zwei starken Waffen im Rücken wird QB Jared Stegman schwer zu stoppen sein. Wie das Hinspiel zeigte, ist er nicht mal auf die zwei angewiesen, so wie er die fünf TDs gerecht verteilte.

SCHWÄCHEN

Trotz der ersten Niederlage gegen Braunschweig, sind Schwächen schwer auszumachen. Wenn man sich die Materie genauer anschaut, können Schwächen in der Laufverteidigung ausgemacht werden. Hier kassieren die Kieler über 110 Yards pro Spiel. Hier könnte man den Hebel ansetzen. Auch ein QB mit viel Übersicht wird die Schwächen bei ihren DBs finden. Braunschweig gelang unter anderem ein 72 Yards Pass, sowie insgesamt zwei Receiving TDs bei 266 erworfenen Yards.

Im Hinspiel konnte man sehen, dass die Hurricanes einige Probleme mit Returns von Max Zimmermann hatten.

Nichts geändert hat sich an der Strafenanfälligkeit der Kieler. Bei den Penalties zieren sie weiterhin das Tabellenende mit fast 100 Yards pro Spiel. Dies ist ein kompletter Redzone Trip, den man weiterhin geschenkt bekommt.

WAYS TO WIN

  1. Make Some Points: Keine (einfachen) Punkte liegenlassen, wie im bisherigen Saisonverlauf.
  2. Stop The Run: McClendon mit allen möglichen Mitteln stoppen.
  3. Stop The Returner: Xavier Mitchell ist einer der besten Returner der Liga und verschafft den Kielern immer wieder hervorragende Ausgangspositionen.
  4. Establish The Run: Ein ordentliches Laufspiel aufziehen, hält die Kieler Offense vom Feld und die Uhr ist dein Freund.
  5. Nadelstiche mit präzisen Pässen setzen: Trotz der letzten drei Niederlagen hatte Max Zimmermann fast immer 100 Yards pro Spiel, dies muss nun auch mal in Punkte umgesetzt werden.

Das Spiel wird ebenso per Kickoff-Radio im Livestream übertragen auf www.meinsportradio.de, kommentiert von Chris Hab und Adler-Experten Erik Seewald.

GO ADLER

Text: Jan Sawicki
Foto: Manfred Schüssler

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