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PREVIEW: Cologne Crocodiles

Nach der EFL ist vor der GFL. Zu ihrem dritten Saisonspiel müssen die Adler diesmal ihre längste Auswärtsfahrt antreten. Es geht knapp 500 Kilometer quer durch die Republik nach Köln. Der Aufsteiger in die GFL Nord konnte sich 2016 in zwei Relegationsspielen zu Null gegen den rheinischen Dauerrivalen aus Düsseldorf durchsetzen. Das Duell Crocodiles gegen Adler hört sich nach German Bowl aus längst vergangenen Tagen an. Anfang der Neunziger waren die beiden Mannschaften Dauergast dort. Leider mussten beide Mannschaften inzwischen tiefe Täler durchwandern. Die Crocodiles mussten sogar einen Insolvenzantrag stellen. Dieses Jahr sind sie wieder in die erste Liga zurückgekehrt. Ihr Saisonstart war auch verheißungsvoll, man schlug Hildesheim überraschend deutlich mit 41:26. Gegen die favorisierten Kieler gab es am letzten Spieltag dann aber eine 10:27-Niederlage. Schauen wir nun auf den Gegner und wie unsere Chancen gegen den frechen Aufsteiger stehen.

KURZINFO ZUM GEGNER

Name:  Cologne Crocodiles
Geründet: 13.März 1980
Teamfarben: Grün und Gelb
Headcoach: Patrick Köpper (gleichzeitig Defense Cordinator)
Spielstätte: Sportpark Höhenberg (Naturrasen)
Kapazität: 6214 Zuschauer
Erfolge:  German Bowl Sieger 2000, GB Finalist: 1982, 1990, 1991, 1993 und 1997

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STAR DER CROCODILES

In den ersten zwei Saisonspielen der Kölner kristallisierte sich aus einer homogenen und geschlossenen Mannschaft ein Star heraus. Der Spieler mit der Nummer 1, Running Back Kevin Anthoy Parks. Er ist die Offensiv Maschine der Crocodiles. Die Hildesheim Invaders werden ihn in unschöner Erinnerung haben. Ihm gelangen 129 Yards und 4 TDs im ersten Saisonspiel. Auch bei der Niederlage gegen Kiel legte er noch einmal 102 Yards drauf und erzielte einen Touchdown, was ihn zum derzeitigen Scoring Leader der GFL macht. Mit seiner Körpergröße und seinem Gewicht hat er ideale Runing Back und einen optimalen Körperschwerpunkt, um sich durch die Defense zu wühlen und Yards After Contact (also Yards nachdem der erste Gegner Kontakt aufgenommen wurde) zu machen.

STÄRKEN

Hier gibt es einige. Als erstes ist natürlich das Laufspiel zu nennen. Neben Parks konnte Backup Running Back Andre Frisch auch schon mit einem TD glänzen. Wie so viele Mannschaften in der GFL setzen die Crocodiles in erster Linie dann auch auf das Laufspiel um ihre Waffen gewinnbringend einsetzen zu können.

Eine weitere Stärke ist ihre Defense (mit Ausnahmen, siehe Schwächen). Hier ist vor allem die Pass Defense zu nennen, welche in den zwei Spielen bisher erst 157 Yards, im Schnitt 7 Yards pro Pass zugelassen hat und schon zwei Interceptions gefangen hat. Der gesamten Defense gelangen gegen die Hildesheim Invaders 4 erzwungene Turnovers, also Ballverluste der Offense.

Redzone Offense: Kamen die Crocodiles in die Redzone (also 20 Yards vor des Gegners Endzone) haben sie auch gepunktet. Fünf von Fünf versuchen, dabei waren es 3 TD und 2 FG.

Kicking: Der als Defense Back gelistete Kicker Noah Plöttner ist in der Lage auch weite Fieldgoals zu schießen. So gelang ihm gegen Kiel ein 42 Yards FG und er scheiterte mit einem 50 Yard FG nur knapp.

SCHWÄCHEN

So stark die Pass Defense im Allgemeinen zu sein scheint, ist ihre Schwäche wohl  an der Seitenlinie zu finden.  Kiel gelangen so drei TDs, in denen der DB einfach überworfen wurde und sicher in den Händen des Receivers an der Seitenlinie landeten.

Lauf Defense: Hier liegen sie nur auf dem vorletzten Platz der GFL Tabelle. Sie kassierten im Schnitt 180 Yards (aber nur einen TD).

Blitzanfälligkeit: Vor allem im Spiel gegen Kiel konnte man sehen, dass Kölns Oline relativ Blitzanfällig ist, hier insbesondere mit Blitz durchs A Gap (Die Lücke zwischen Center und Guard. Die Lücke zwischen Guard und Tackle heißt B Gap). Ist dies der Fall bekommt der junge QB Benjamin Mentges Probleme und schmeißt den Ball entweder weg oder er wird unpräzise.

Longsnaps: Vielleicht war es auch nur Tagesform abhängig, aber gegen Kiel gab es doch recht viele missglückte Longsnaps, vor allem bei Punts. Bei einem musste sogar der QB!! den Ball weghauen.

Effizienz: Was den Ball Besitz angeht sind die Kölner die Nummer eins in der gesamten Liga. Das Spiel gegen Hildesheim wurde am Ende aber knapper als es nötig war und gegen Kiel wäre bei besserer Ausnutzung des Ballbesitzes vielleicht sogar eine Überraschung drin gewesen.

WAYS TO WIN

Gegen die Crocodiles ist auch wieder einmal die Rush Defense gefragt. Die Adler liegen hier auf dem 2. Platz der GFL Tabelle, mit nur 1,2 zugelassenen Yards. Gelingt es ihnen weiterhin die Löcher effizient zu stopfen, könnte sie die Hauptpunkte-Maschine Parks ausschalten und die Kölner somit zum Passspiel zwingen.

Keep Scoring: Im ersten Spiel in Hamburg funktionierte die Offense relativ gut. Um nun etwas Druck von der Defense zu nehmen wären mehr als 13 Punkte optimal. In den letzten beiden Spielen wurde zwar gut dagegengehalten, aber vor allem das EFL Spiel wäre mit etwas effizienterem Scoren auch gewonnen worden.

Turnover vermeiden: In den letzten beiden Spielen haben Turnover die Spiele gekippt. Gegen die Rebels war es ein Fumble, welcher die Adler völlig aus dem Konzept brachte. Gegen Thounon eine 50 Yard Interception in der Redzone welche schließlich den Siegbringenden Touchdown ermöglichte.

Im Großen und Ganzen kann man der Auswärtsaufgabe optimistisch entgegen blicken. Bleibt  zu hoffen, dass die Adler vom Verletzungspech verschont bleiben und mit einem Sieg in der Tasche in die Hauptstadt zurück kehren.

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Text: Jan Sawicki
Foto: Lothar Köthe / www.lothar.photo

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