Berlin Adler

Adler auf dem College – Moritz Teuchert

Moritz Teucher

Zeit mal wieder in das Mutterland des Footballs zu blicken. Diesmal beschäftigen wir uns mit Adlern die momentan an Colleges Football spielen. Den Anfang machen wir in einem Interview mit Moritz Teuchert: Seit 2010 spielt er für die Adler und ist momentan auf der Lindenwood University (Div. 2).

Philipp Hirselandt: „Hallo Moritz, schon mal vielen Dank für deine Zeit uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie bist du zum Football gekommen und seit wann spielst du für die Adler?“

„Mit dem Football habe ich im Alter von 10 Jahren in Hanau bei den Hornets Flags angefangen. Zuvor hatte ich so ziemlich alles andere ausprobiert: Fußball, Basketball, Eishockey, Leichtathletik, usw. Seit August 2011 bin ich bei den Adlern, nachdem ich im Juli 2011 von meinem Auslandsjahr in Amerika zurückgekommen bin und habe bis Juli 2014 bei den Adlern gespielt.“

Philipp Hirselandt: „Was kannst du uns zu deinem College sagen?“

„Mein Team hier, die Lindenwood Lions spielen in der MIAA Conference in der NCAA Division 2. Sie sind vor 3 Jahren aus der NAIA in die NCAA D2 aufgestiegen. Die MIAA hat im Moment 4 oder 5 Teams in den Top 25 der Division 2 geranked. Wir werden hier oft als SEC der Division 2 bezeichnet.“

Philipp Hirselandt: „Wie läuft die Saison momentan?“

„Die Saison bisher war sehr durchwachsen, wir stehen im Moment bei 3-6 und haben noch 2 Spiele vor uns. Von den 6 Niederlagen waren 5 wirklich zu gewinnen und am Ende waren es ein paar wenige Plays, die immer den Unterschied gemacht haben. Die 6. Niederlage war gegen #3 Northwest Missouri State und die waren uns leider ganz eindeutig überlegen.“ (Anm. d. Red. Mittlerweile wurde die Saison mit einem Record von 3-8 beendet.)

Philipp Hirselandt: „Welche sportlichen Erfahrungen hast du bisher gemacht und wie läuft das Studentenleben als Footballspieler ab?“

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass, obwohl es „nur“ Division 2 ist, wird Football hier auf sehr, sehr hohem Niveau gespielt. Ein Großteil der Spieler sind Transfers aus D1 (Arizona State, USC, North Carolina State, Iowa State, Baylor) oder aus namhaften Junior Colleges. Für mich persönlich war es erstmal schwer mich zu etablieren aufgrund meiner körperliche Unterlegenheit und fehlender Spielpraxis: Ich war ein Jahr raus wegen eines Kreuzbandrisses. Das habe ich schon gemerkt, aber das ist jetzt alles besser und macht wieder richtig Spaß!

Mein typischer Tagesablauf sieht in etwa so aus: 6 oder 7 Uhr morgens Krafttraining, dann Meetings oder gleich Frühstück. Von 9-14 Uhr Vorlesungen und Mittagessen. Danach in der Regel um 14.30 Special Teams Meeting und von 15-17 Uhr Training, dann folgen manchmal noch Meetings, ansonsten Abendessen und Hausaufgaben/ lernen. Gegen 22 Uhr gehe ich dann schon ins Bett. Samstag Spiel und Sonntag frei! Ist zwar ein harter Tag aber am Ende wäre es viel schlimmer Samstags auf der Tribüne zu stehen und zuzugucken.

Philipp Hirselandt: „Zu guter Letzt was vermisst du an Deutschland?“

An Deutschland vermisse ich meine Freiheit, gutes Essen, meine eigene Wohnung zu haben. Ich teile mir hier ein Zimmer mit einem Kumpel. Hoffentlich habe ich nächstes Jahr hier dann ein Apartment. Und zu guter Letzt Apfelschorle und Mate!!

Philipp Hirselandt: „Vielen Dank Moritz. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg auf dem College.“

Bildquelle Privat

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